Ranstadt

 

Ranstadt – Stadt Ranstadt – Informationen – Unternehmen – Ranstadt

 

Das Foto basiert auf dem Bild "Ranstadt Rathaus" aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert. Der Urheber des Bildes ist Sven Teschke.

Ranstädter Rathaus, Urheber: Sven Teschke

Herzlich willkommen auf der Seite über Ranstadt. Der im Bundesland Hessen liegende Ort erstreckt sich über eine Fläche von 34,26 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl von Ranstadt liegt momentan bei ungefähr 5.032 womit die durchschnittliche Einwohnerzahl pro Kilometer bei 147 liegt. Hier gilt das Autokennzeichen FB. Der Verwaltungssitz von Ranstadt befindet sich in der Hauptstr. 15, 63691 Ranstadt.

Zu erreichen ist diese auch über die Domain www.ranstadt.de. Der zuständige Regierungsbezirk für Ranstadt ist der Regierungsbezirk Darmstadt. Auf dieser Seite über Ranstadt finden Sie nicht nur geschichtliche Informationen oder die Chronik von Ranstadt, sondern auch die von uns empfohlenen Unternehmen aus der umliegenden Region.

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Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das klassizistisch-gotische Rathaus, die mittelalterliche Pfarrkirche und der historische Ortskern machen Ortenberg noch weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt.

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Weitere Informationen finden Sie auch über www.ranstadt.de. Erreichen können Sie Ranstadt über gängige Verkehrswege. Der Gemeindeschlüssel lautet 06 4 40 020. Die Gemeinde Ranstadt liegt auf einer Höhe von 201 Metern über dem Meeresspiegel. Über die Koordinaten: 50° 21′ 27″ N, 8° 59′ 3″ E ist Ranstadt auch erreichbar.

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Ranstadt ist eine Gemeinde im Wetteraukreis in Hessen.

Geografie

Ranstadt liegt in einer Höhe von 134 m über NN. Es ist ein Kleinzentrum in der Mitte des Wetteraukreises, am Übergang der Wetterau zum Vogelsberg. Die nächsten größeren Städte sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen) Friedberg (Hessen) (17 km), Bad Nauheim (20 km), Nidda (6 km) und Büdingen (15 km).

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Weitere wichtige, umliegende Städte sind Frankfurt am Main, Hanau und Gießen. Insbesondere Frankfurt mit dem Flughafen Frankfurt/Rhein-Main (ca. 40 Minuten PKW-Fahrtzeit) nimmt hierbei eine wichtige Stellung für Pendler und Reisende ein.

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Nachbargemeinden

Ranstadt grenzt im Norden an die Stadt Nidda, im Osten an die Stadt Ortenberg, im Südosten an die Gemeinde Glauburg, im Süden an die Stadt Florstadt, sowie im Westen an die Stadt Reichelsheim und die Gemeinde Echzell.

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Stadtgliederung

Die Ortsteile Bellmuth, Bobenhausen I, Dauernheim, Ober-Mockstadt und Ranstadt sind ländlich geprägte Wohngemeinden im Nidda- und Laisbachtal.

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Geschichte – Mittelalter

Ranstadt gehörte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum Amt Ortenberg, einem Kondominat, das von drei Landesherren aus dem Kreis der Mitglieder des Wetterauer Grafenvereins gebildet wurde. Zu den Einzelheiten siehe: hier. Kirchlich gehörte Ranstadt zum Kollegiatstift Mockstadt in der Erzdiözese Mainz. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat von St. Maria ad Gradus in Mainz.

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Frühe Neuzeit

Da alle drei Herren des Kondominats sich der Reformation zuwandten, wurde auch Ranstadt lutherisch. 1556 erhielt es deshalb eine eigene Pfarrei. 1601 kam es zu einer Realteilung des Kondominats, wobei das Ranstadt der Grafschaft Stolberg-Gedern und dem dortigen „Amt Ortenberg“ zugeschlagen wurde.

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Neuzeit

1806 fiel die Grafschaft Stolberg – und damit auch Ranstadt – an das Großherzogtum Hessen. Hier gehörte Ranstadt zum standesherrlichen Amt Gedern. 1821 bildete das Großherzogtum den Landratsbezirk Nidda, dem auch Ranstadt zugeordnet wurde, und der ab 1832 Kreis Nidda hieß.

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Mit der Revolution von 1848 wurde kurzzeitig der Regierungsbezirk Nidda gebildet, 1852 aber der Kreis Nidda wiederbelebt. 1874 kam das Dorf zum Landkreis Büdingen. Mit der Gebietsreform in Hessen schlossen sich die Gemeinden Bellmuth, Bobenhausen, Dauernheim und Ober-Mockstadt zur Gemeinde Ranstadt zum 1. Dezember 1970 zusammen, der Landkreis Büdingen ging im Wetteraukreis auf.

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Wappen

Blasonierung: Auf neunmal silber/rot geteiltem Schild ein schwarzer, schreitender Hirsch.

Verkehr und Infrastruktur

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Ranstadt besitzt einen Haltepunkt an der Lahn-Kinzig-Bahn, die Ranstadt mit Gießen und Gelnhausen verbindet. Ergänzend zum Zugverkehr existiert die Linie 374, die auf der Relation Nidda – Büdingen – Gelnhausen morgens und abends eine weitere Verbindung stellt. Am Bahnhof von Ranstadt bestehen, meist stündliche, Busverbindungen nach Friedberg (FB-03, FB-04), Nidda (FB-18, FB-37) und Ortenberg (FB-03), die auch alle Ortsteile an das Busnetz anschließen.

Bauwerke

Vereine

Naturschutzbund Deutschland (NABU), Ortsgruppe Ranstadt

Wetterau

Die Wetterau ist eine Landschaft in Hessen in Deutschland. Naturräumlich wird sie zum Rhein-Main-Tiefland gezählt und bildet die Haupteinheit 234.

Geographie

Die Ausdehnung der Wetterau wurde in Mittelalter und früher Neuzeit wesentlich umfangreicher begriffen, als dies in der Gegenwart der Fall ist.

Mittelalter

Die Bezeichnung Wetter(g)au erfasste als ein Gau im Mittelalter einen Raum, der vor allem nach Osten weit über den heute so bezeichneten Raum hinausragte. Westlich an den Wettergau grenzte der Niddagau, südlich der Maingau und östlich der Kinziggau. Der Rheingau lag weiter westlich.

Frühe Neuzeit

Noch in der frühen Neuzeit wurde die Ausdehnung der Wetterau viel weiter gefasst als heute. Erasmus Alberus beschreibt sie 1552 als das Gebiet zwischen Gelnhausen und Mainz-Kastel und zwischen Gießen und Seligenstadt, lässt die Wetterau also südlich über den Main hinausgreifen und westlich bis an den Rhein reichen.

Heute

Als Wetterau gilt heute der Raum nördlich von Frankfurt am Main, östlich des Taunus und südwestlich des Vogelsbergs. Die südliche Begrenzung ist in etwa die Hohe Straße. Den Hauptteil dieser Landschaft nimmt der Wetteraukreis (Kreisstadt Friedberg) ein.

Ihr Namensgeber ist das Flüsschen Wetter, sie wird aber auch von anderen Flüssen durchflossen, darunter die Horloff, Nidda, Nidder und Usa. Der Name ist etwas irreführend, da die als Wetterau bezeichnete Landschaft über den Einzugsbereich des Flusses Wetter hinausreicht. Die Landschaft umfasst vielmehr einen Großteil des Einzugsbereichs der Nidda, in die bei Assenheim die Wetter mündet.

Geologie

Die Wetterau gehört zu einer Schwächezone der Erdkruste, die in der Tertiärzeit eingesunken ist.

Sie gehört zu der Einheit des Oberrheingrabens, der sich an seinem nördlichen Ende fächerförmig aufspatet. Im Westen ist dies das Mainzer Becken und im Osten die Hessische Senke, zu der auch die Wetterau gehört. Das Grundgebirge bilden Sedimente aus dem Rotligenden, die aber nicht zu Tage treten und nur bei Bohrungen angetroffen wurden. Seit dem Paläozoikum werden von westlich gelegenen Taunuskamm Sedimente abgelagert.

Ab dem Känozoikum gehören auch Basaltgerölle aus dem östlichen Vogelsberg dazu. Mit Einsetzen des Vulkanismus im Vogelsberg sind einige Basaltströme durch die Wetterau geflossen.

Im Quartär – während der letzten Eiszeit – bildete sich ein Lössboden durch Ablagerungen eines feinen schluffigen Staubs. Seine Fruchtbarkeit hat die Landschaft am nachhaltigsten geprägt, die Wetterau wird bis heute intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde auch vereinzelt bergmänisch Braunkohle abgebaut (vor allem in dem Gebiet um Rossdorf), im Mittelalter auch Eisenerz. Einige Geländebezeichnungen deuten darauf noch heute hin, so z.B an der Ludwigshütte.

Geschichte

Vorgeschichte

Die Wetterau gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Deutschlands.

Wegen ihrer auch unter den damaligen einfachen Bedingungen ertragreichen Böden weist sie bereits im Altneolithikum (Bandkeramische Kultur) eine dichte Besiedlung auf.

Die darauf folgenden Kulturen haben ebenso zahlreiche Spuren hinterlassen. Als herausragende Funde sind die Gräber der Bronzezeit Stufe Wölfersheim zu nennen oder die keltischen Funde vom Glauberg. Viele kulturgeschichtliche Fundstücke dieser Zeit sowie aus anderen historischen Epochen sind im Wetterau-Museum in Friedberg ausgestellt.

Römische Zeit

In römischer Zeit besaß die Wetterau eine hohe strategische Bedeutung für das Vordringen ins freie Germanien. Die alte Siedlungskammer scheint jedoch zur Zeit der Ankunft der Römer am Rhein nicht mehr dicht besiedelt, die zahlreichen oppida der La-Tène-Zeit waren größtenteils verlassen. Stattdessen sind im ersten Jahrhundert einige Germanengruppen in der Wetterau fassbar.

Nach dem Ende der Germanenfeldzüge des Augustus wurden ab der vespasianischen Zeit (69 bis 79 n. Chr.) in der Wetterau verstärkt Kastelle und Straßen angelegt.

Eine flächendeckende Aufsiedlung der Wetterau mit zivilen vici und Villae rusticae begann wenig später um 100 n. Chr. In einem weiten Bogen schloss der Limes die fruchtbare Wetterau mit ein. Die Region gehörte zur Civitas Taunensium mit dem Hauptort Nida (Frankfurt-Heddernheim). Die Wetterau blieb bis zum Limesfall im 3. Jahrhundert Teil des Reichsgebietes.

Mittelalter

Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte im Jahr 779 im Lorscher Codex, als Frau Meginburc ihren gesamten in Arilbach (heute: Frankfurt-Nieder-Erlenbach) gelegenen Besitz dem Kloster Lorsch vermachte, wobei Arilbach im Gau Wetteraiba (Wetterau) lag.

Der Wettergau war einer der Gaue, welcher im Frankenreich im Auftrag des Königs durch Grafen verwaltet wurden. In der südlichen Wetterau ist im 12. Jahrhundert ein größeres Gebiet im Besitz der Grafen von Nürings fassbar, das als Grafschaft Malstatt bezeichnet wird.

Die landwirtschaftliche Ertragskraft der Wetterau war weithin bekannt. Erasmus Alberus lobt gerade diese landwirtschaftliche Ertragskraft in seiner Kurzen Beschreibung der Wetterau. 1552.

Die Ertragskraft der Wetterau wurde seit der Zeit Friedrichs I. durch die gezielte Förderung der städtischen Zentren, Frankfurt am Main, Wetzlar, Gelnhausen und Friedberg erhöht.

Die Wetterauer Städte mit ihren repräsentativen Bauten waren bei der königlichen Reisetätigkeit wichtige Stützpunkte und zentrale Orte für das Wahrnehmen königlicher Rechte auf den Gebieten der Wirtschaft und der Rechtsprechung.

Spiegel der Wirtschaftskraft waren die königliche und später ministeriale Münzprägung durch Kuno I. von Hagen-Münzenberg und der städtische Marktbetrieb, aus dem mit herrscherlicher Privilegierung seit dem 13. Jahrhundert eine feste Abfolge der Wetterauer Messen in Frankfurt und Friedberg erwuchs. Die Frankfurter Messe besteht bis heute in ungebrochener Tradition.

Der so entstandene Wirtschaftsraum nahm nach Ausweis des Reichssteuerverzeichnisses von 1241, an dessen Spitze die Städte und Juden der Wetterau standen, eine herausragende Rolle ein. Deshalb fand auch das Königtum in der Krise der Jahre 1241 bis 1254 dort Rückhalt.

Allerdings nutzten die bis 1419 nachweisbaren Landvögte ihre Stellung auch zunehmend, um eigene territoriale Interessen durchzusetzen.

Die regionale Einheit der Wetterau war also nicht das primäre politische Handlungskonzept, aber das Ergebnis. Die spätmittelalterliche Landfriedenspolitik führte seit 1422 zu zunächst gemischtständischen Einungen von Rittern, Herren und Grafen der Wetterau. Diese Einungen stifteten regionale Identität, die selbst bei zunehmender ständischer Abgrenzung nicht aufgelöst wurde.

Mit dem Ende der Staufer im Reich und mit dem Aussterben der Münzenberger 1255 traten die unterschiedlichen politischen Kräfte der Wetterau deutlicher hervor, vor allem die großen Familien derer von Hanau, Eppstein, Falkenstein und Isenburg-Büdingen, die Friedberger Burgmannschaft, die sich vielfach in Ganerbengemeinschaften konstituierenden niederadeligen Verbände, die Freigerichte (insbesondere Kaichen) und die Städte.

Dort erlangten bürgerliche Eliten trotz andauernder Bindung an das Königtum in spät- und nachstaufischer Zeit größere Autonomie und sicherten diese im 13. und 14. Jahrhundert in regionalen und überregionalen Städtebünden.

Wegen einer fehlenden Hegemonialmacht konnte das Königtum seinen gestaltenden Einfluss in der Wetterau lange erhalten.

Dazu diente die in ihren Kompetenzen noch undeutliche Beauftragung Gerlachs von Büdingen durch Friedrich II. seit 1219, Grundlage der vom römisch-deutschen König Rudolf I. wieder belebten Landvogtei als Zusammenfassung und Verwaltung der königlichen Rechte und Besitzungen in der Wetterau. Allerdings nutzten die bis 1419 nachweisbaren Landvögte ihre Stellung auch zunehmend, um eigene territoriale Interessen durchzusetzen.

Neuzeit

Die regionale Einheit der Wetterau war also nicht das primäre politische Handlungskonzept, aber das Ergebnis. Die spätmittelalterliche Landfriedenspolitik führte seit 1422 zu zunächst gemischtständischen Einungen von Rittern, Herren und Grafen der Wetterau. Diese Einungen stifteten regionale Identität, die selbst bei zunehmender ständischer Abgrenzung nicht aufgelöst wurde.

Vier stabilisierende Elemente lassen sich so ab dem Übergang von Mittelalter zu Neuzeit in der Wetterau ausmachen:

Die Ertragskraft der Wetterau wurde ihr im Dreißigjährigen Krieg allerdings auch zum Verhängnis. Durchziehendes Militär verheerte immer wieder Dörfer und Städte des Gebiets, das zum Teil dramatische Bevölkerungsverluste erlitt.

Die Vielschichtigkeit von Herrschaft in der Wetterau erhielt sich trotz des Bedeutungsverlustes vieler kleinerer Territorien bis zur Mediatisierung am Ende des alten Reiches, als weite Teile der Wetterau an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt fielen.

Zitat

„Je tiefer wir in das bunte Römische Reich hineingeraten, um so geblümter wird die Statistik, so daß wir, politisch gesehen, wirklich nicht mehr recht wissen, wo wir uns befinden und wozu der Flecken gehört, auf dem wir gehen. Darmstadt, Hanau, Solms, Burggrafschaft, Kurmainz und Pütter-weiß-wie-viele Regierungen spielen hier in einem solchen Durcheinander Blindekuh, daß man glauben sollte, dieser Teil von Deutschland wäre einmal kaputtgegangen und in aller Eile auf gut Glück wieder zusammengekleistert worden. Ich danke dem Himmel, daß diese meine Reise nicht statistisch ist und daß ich mich also nicht darum kümmern brauche, ob Peter oder Paul hier etwas zu sagen haben. Was am meisten darunter leidet, sind unsere Wagen und unsere Schuhe; denn die Wege scheinen ebenso wenig wie wir zu wissen, wer sie instand halten müßte, und in dieser Ungewißheit werden sie immer schlechter.“


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