Friedberg

 

Friedberg (Hessen) – Stadt Friedberg (Hessen) – Informationen – Unternehmen – Friedberg (Hessen)

Das Foto basiert auf dem Bild "Der Adolfsturm in Friedberg ist ein Butterfassturm"aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons und steht unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland. Der Urheber des Bildes ist Sven Teschke.

Der Adolfsturm in Friedberg ist ein Butterfassturm, Urheber Sven Teschke.

Herzlich willkommen auf der Seite über Friedberg. Der im Bundesland Hessen liegende Ort erstreckt sich über eine Fläche von 50,17 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl von Friedberg liegt momentan bei ungefähr 27.826 womit die durchschnittliche Einwohnerzahl pro Kilometer bei 555 liegt. Hier gilt das Autokennzeichen FB. Der Verwaltungssitz von Friedberg befindet sich in der Mainzer-Tor-Anlage 6, 61169 Friedberg.

Zu erreichen ist diese auch über die Domain www.friedberg-hessen.de. Der zuständige Regierungsbezirk für Friedberg ist der Regierungsbezirk Darmstadt. Friedberg grenzt an Ober-Mörlen, Bad Nauheim, Wölfersheim, Reichelsheim, Florstadt, Niddatal, Wöllstadt, Rosbach und Wehrheim.

Auf dieser Seite über Friedberg finden Sie nicht nur geschichtliche Informationen oder die Chronik von Friedberg, sondern auch die von uns empfohlenen Unternehmen aus der umliegenden Region.

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Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die St.-Jacobus-Kirche, die Burgkirche und das Wetterau-Museum machen Alsbach-Hähnlein noch weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Desweiteren bestehen Partnerschaften von Friedberg mit Bishop’s Stortford im Vereinigten Königreich, mit Villiers-sur-Marne in Frankreich und mit Magreglio in Italien.

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Weitere Informationen finden Sie auch über www.friedberg-hessen.de. Erreichen können Sie Friedberg über gängige Verkehrswege. Der Gemeindeschlüssel lautet 06 4 40 008. Die Gemeinde Friedberg liegt auf einer Höhe von 140 Metern über dem Meeresspiegel. Über die Koordinaten: 50° 20′ 7″ N, 8° 45′ 18″ E ist Friedberg auch erreichbar.

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Friedberg (Hessen) ist eine Stadt am nördlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets und der Verwaltungssitz des Wetteraukreises. Die ehemalige Freie Reichsstadt und Messestadt gehörte im Mittelalter zu den wichtigsten Städten im heutigen Hessen. Die reiche Vergangenheit lässt sich bis heute im gut erhaltenen Stadtbild ablesen. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören die ehemalige Reichsburg, die gotische Stadtkirche und die mittelalterliche Mikwe (Judenbad).

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Geografische Lage

Friedberg liegt etwa 30 km nördlich von Frankfurt am Main in der Wetterau. Die Stadt befindet sich etwas oberhalb der Einmündung der Usa in die Wetter. Die Stadtkirche im Zentrum der Stadt liegt auf einer Höhe von 159 Metern über dem Meeresspiegel. Teile der Friedberger Gemarkung erstrecken sich bis in den Taunus auf den Steinkopf mit seiner Höhe von 518 Metern.

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Nachbargemeinden

Friedberg grenzt im Norden an die Gemeinde Ober-Mörlen, die Stadt Bad Nauheim und die Gemeinde Wölfersheim, im Osten an die Stadt Reichelsheim, die Stadt Florstadt und die Stadt Niddatal, im Süden an die Gemeinde Wöllstadt und die Stadt Rosbach vor der Höhe, sowie im Westen an die Gemeinde Wehrheim (Hochtaunuskreis).

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Stadtgliederung

Friedberg besteht neben der Kernstadt aus den Stadtteilen Bruchenbrücken, Dorheim, Friedberg, Ockstadt, Ossenheim und Bauernheim. Fauerbach (1131 Woverebach genannt) wurde schon 1901 eingemeindet und gehört heute zur Kernstadt.

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Geschichte

Auf dem Friedberger Burgberg befand sich am Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. ein römisches Militärlager, das im Zuge der Feldzüge des Germanicus errichtet wurde. Nach dem Ende der Feldzüge war Friedberg jahrzehntelang ohne römische Besatzung. Erst unter der Regierung Kaiser Vespasians 69–79 wurde auf dem Burgberg wieder ein römisches Kastell errichtet. Diese mehrfach erweiterte und umgebaute Anlage wurde mit dem Rückzug der Römer auf die Rheingrenze um 260 n. Chr. aufgegeben.

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Westlich des Kastells wurde gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. eine kleinere Militärziegelei betrieben, in der auch Gefäße gebrannt wurden. Gestempelte Ziegel stammen von der cohors IV Aquitanorum und der cohors I Flavia Damascenorum.

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Heute noch sichtbar ist der ausgegrabene Rest einer kleinen Badeanlage, vermutlich Teil der Kommandantur des Kastells. Es wird vermutet, dass das von Tacitus erwähnte castellum in monte tauno, das zu Zeiten des Humanismus namensgebend für den Taunus wurde, das Kastell im heutigen Friedberg bezeichnete.

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Burg und Stadt Friedberg befinden sich auf einem Basaltfelsen mitten in der Wetterau. Sie wurden vermutlich im Auftrag Kaiser Friedrich Barbarossas zwischen 1171–1180 von Kuno I. von Hagen-Münzenberg gegründet. Die älteste erhaltene Urkunde, die die Burg bezeugt, stammt aus dem Jahr 1216, die älteste, die die Stadt bezeugt, aus dem Jahr 1219. Sie ist nach einem staufischen Stadtgrundriss als Planstadt errichtet worden.

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Beide – Burg und Stadt – waren selbständige rechtliche Einheiten mit eigenem Territorium innerhalb des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Dieses enge Nebeneinander von Burg und Stadt führte zu Reibereien, die jahrhundertelang die Geschichte Friedbergs bestimmten. Diese topographische Situation war in damaliger Zeit nicht einmalig. Etwa in Nürnberg bestand eine ähnliche Situation.

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Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Friedberg war die Tuchproduktion. Hier war Friedberg wirtschaftlich sehr erfolgreich. Schon 1252 wurde es Reichsstadt. In Friedberg fanden jährlich zwei Messen statt, die 1332 von 8 auf 14 Tage verlängert wurden. Das begehrte Friedberger Tuch erreichte Handelsplätze von Lübeck bis Wien, von Schlesien bis in den Niederlanden. Im 14. Jahrhundert hatte es ca. 3000 Einwohner – für damalige Verhältnisse eine Stadt mittlerer Größe. Eine jüdische Gemeinde bestand seit 1241; sie umfasste zusätzlich einige hundert Mitglieder.

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Schwere Stadtbrände (1383 und 1447) und eine wirtschaftliche Depression ließen die Stadt in ihrer Bedeutung sinken. Ende des 14. Jahrhunderts hatten die Friedberger Messen nur noch lokale Bedeutung, die Tuchproduktion ging zurück. Die Frankfurter Messe hat hier als Konkurrenz den Markt verdorben. Die Stadt verschuldete sich in dieser Phase des Niedergangs zusehends.

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Das Reich verpfändete die Reichsstadt Friedberg seit 1347 mehrfach an verschiedene Herren, ab 1455 befand sie sich meist in der Pfandschaft der Burggrafschaft Friedberg. Nach Konflikten mit der Burg kam es 1483 endgültig zur Vorherrschaft der Burg über die Stadt. 1497 gab es in Friedberg nur noch etwa 1300 Einwohner, reichere Bürger sind vielfach nach Frankfurt gezogen. 1615 schließlich hieß es: Die Bürgerschaft nährt sich von Feldgütern und Viehzucht; hat sonst kein Gewerbe oder Handel, welchen sie nach Frankfurt in die Messen schickte …

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1541 wurde die Reichsstadt evangelisch.

Die Stadt litt – bedingt durch ihre Lage an verschiedenen Fernstraßen – stark unter kriegerischen Ereignissen, dem Dreißigjährigen Krieg, dem Siebenjährigen Krieg, den französischen Revolutionskriegen und den damit verbundenen Plünderungen. Im Reich gehörte sie dem Oberrheinischen Reichskreis an. Zu einer kurzen Randnotiz der Literaturgeschichte gereichte der Stadt ein unfreiwilliger Besuch des jungen Johann Wolfgang von Goethe; in einem Brief vom 10. November 1772 klagt er, er sitze ietzo „im leidigen Friedberg“.

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1802 fiel die Stadt mit damals etwa 2000 Einwohnern und 1806 die Burg Friedberg an das Großherzogtum Hessen. Allerdings wurden beide erst 1834 vereinigt. Der Bau der Main-Weser-Bahn (1850–52) führte langsam wieder zu einem wirtschaftlichen Aufstieg.

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Gegenwart

Heute ist Friedberg kultureller Mittelpunkt der Wetterau mit vielen weiterbildenden Schulen, wie der Augustinerschule (gegr. 1543 vom Rat der Stadt, Anstellung des ersten Lehrers auf Empfehlung Philipp Melanchthons), der Henry-Benrath-Schule, dem Burggymnasium, der Johann-Philipp-Reis Schule (Berufliche Schule des Landes Hessen, mit Oberstufe) und einer Fachhochschule.

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Der Adolfsturm, ein 58 m hoher Bergfried, ist heute Wahrzeichen der Stadt. In der Judengasse befindet sich ein monumentales unterirdisches Ritualbad/Mikwe von ca. 25 m Tiefe, das tiefste in Deutschland; es wurde 1260 von den gleichen Steinmetzen erbaut wie die frühgotische Hallenkirche (1260–1410). Am Ehrenmal, am heutigen Wasserturm, befindet sich das größte steinerne Stadtwappen Deutschlands (1927).

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1958–1960 war Elvis Presley in Friedberg stationiert. Sein Wirken wurde im Wetterau-Museum gewürdigt. Zusätzlich ist ihm ein Ehrenmal am Elvis-Presley-Platz gewidmet und eine Statue vor den ehemaligen Ray Barracks auf dem Kreisel am Ortseingang aus Richtung Oberwöllstadt erinnert an ihn.

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Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Stadtkirche Unserer Lieben Frau
St.-Jacobus-Kirche
Neubarock, „Okschter Dom“, im Ortsteil Ockstadt

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Judenbad

Judengasse 20, das rituelle Frauenbad (Mikwe), dessen quadratischer, bis zum Grundwasserspiegel reichender Schacht gut 25 Meter tief ist, wurde laut Inschrift 1260 erbaut.

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Altes Rathaus

Zweigeschossiger Putzbau mit Mansarddach und Dachreiter, von 1737 bis 1740 von Johann Philipp Wörrishöfer aus Bad Nauheim errichtet. Das vom Friedberger Stadtwappen bekrönte Portal ist ein Werk des Büdinger Steinmetzen Johann Philipp Mörß. Der Sitzungssaal im Obergeschoss, in dem früher die Stadtverordnetenversammlung zusammentrat, dient seit 2001 der Friedberger Musikschule als Übungsraum.

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Der zweigeschossige spätklassizistische Bau mit Walmdach in der Kaiserstraße wurde 1848 erbaut. Er präsentiert sich in Formen des so genannten Rundbogenstils.

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Burgkirche

Der klassizistische Kirchenbau aus dem Jahr 1808 war 1947 Gründungsort der evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau.

Stadtbefestigung

Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung blieben vor allem im Westen größere Teile erhalten, die zum Teil in Häusern verbaut sind. Hier befindet sich auch das zur Seewiese führendeArmsünderpförtchen mit Spitzbogen, das vermutlich vor 1293 entstanden ist. Im Südosten erhebt sich der sogenannte Rote Turm mit Spitzbogenfries und Zinnenkranz. Er wurde 1396 erstmals als Teil der Stadtbefestigung erwähnt und diente als Gefängnis.

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Wetterau-Museum

mit den Abteilungen Wetterauer Vor- und Frühgeschichte (unter anderem Kelten, Römer), Landwirtschaft des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Kolonialwarenladen um 1900 und Elvis-Presley-Andenken.

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Wohnbauten
An der die Hauptachse der Innenstadt bildenden Kaiserstraße, die aufgrund ihrer großen Breite früher als Markt genutzt wurde, hat sich eine größere Anzahl von Fachwerkbauten des 15. bis 18. Jahrhunderts erhalten. Davon sind etliche jedoch mit Schiefer verkleidet oder verputzt.

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Die Untergeschosse wurden fast durchgängig durch Ladeneinbauten verändert. Die Front des wohl zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstandenen Hauses Zur Zeit (Kaiserstraße 33) ziert im ersten Obergeschoss ein polygonaler Erker. Erheblich älter ist das verschieferte Doppelhaus Nr. 44: Es soll bereits im frühen 15. Jahrhundert errichtet worden sein.

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Besonders ansehnlich ist das 1333 bezeugte Haus zum Roseneck (Nr. 59/61), das in seiner jetzigen Form wohl aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt. Es ist jedoch kein reiner Fachwerkbau; seine beiden Untergeschosse sind massiv aufgeführt.

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Das angeblich 1473 errichtete Haus Zum Bornziegel (Nr. 77) war einstmals das Zunfthaus der Wollweber. Noch dem 16. Jahrhundert dürften Nr. 73 und 75 entstammen. Zu den stattlichsten Bauten zählt das dreigeschossige traufständige Haus Nr. 114. Es ist mit 1598 bezeichnet und verfügt im Inneren noch über eine hölzerne Spindeltreppe. Zu den wenigen älteren Massivbauten an der Kaiserstraße zählen Nr. 118 und Nr. 120.

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Ersteres ist wohl der älteste Profanbau der Stadt. Es dürfte noch im ausgehenden 12. Jahrhundert entstanden sein und war im Besitz der Deutschordens-Kommende Sachsenhausen. Das benachbarte Haus Fertsch (Nr. 120) stammt im Kern wohl aus dem frühen 14. Jahrhundert, wurde aber um 1720 in barocken Formen umgestaltet. Es gehörte ebenfalls dem Deutschen Orden und gelangte zu Anfang des 20. Jahrhunderts in den Besitz des Friedberger Kaufmannes Wilhelm Fertsch, der es mit einem neuen Mansarddach und einem Holzerker an der Westseite versehen ließ.

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Auch in den schmalen, von der Kaiserstraße abzweigenden Nebengassen blieben einige ältere Bauten erhalten, darunter Usagasse 15 aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Nr. 32 aus der Mitte des 16. Jahrhunderts sowie Engelsgasse 7. Der dreigeschossige Ständerbau ist für 1471 dendrochronologisch datiert.

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Theater Altes Bad

Die Gesellschaft der Freunde „Theater Altes Hallenbad“ Friedberg/Wetterau e.V., die am 30. August 2007 gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, das seit Jahren ungenutzte Alte Hallenbad in der Stadtmitte zu einem Theaterraum mit etwa 150–200 Sitzplätzen umzuwandeln.

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Im ersten Schritt wünscht sich der Verein die Unterstützung der Bürger zur ambitionierten Mitgliederzahl von 2.500 Personen. Am 10. Mai 2008 wurde von den Mitgliedsbeiträgen eine gGmbH gegründet, die den Umbau zum Theaterraum und auch dessen Betrieb gewährleisten soll.

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Musik

In Friedberg fand von 1976 bis 1999 jedes Jahr das „Friedberger Burgfest“ mit namhaften Musikern und Bands im Burggarten statt. Ab 2000 bis 2009 fand jedes Jahr das Soundgarden Festival statt, ein Musikfestival, bei dem immer wieder namhafte Musiker und Bands auftreten. 2010 fiel das Soundgarden Festival aus, 2011 findet es in der Nachbarstadt Bad Nauheim statt.

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Bildung

In Friedberg gibt es mehrere Bildungseinrichtungen:

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Augustinerschule
Brüder-Grimm-Schule
Burggymnasium
Gemeinsame Musterschule
Grundschule Fauerbach
Grundschule Ockstadt
Helmut-von-Bracken-Schule
Henry-Benrath-Schule
Johann-Peter-Schäfer-Schule
Johann-Philipp-Reis-Schule
Johannes-Vatter-Schule
Montessori-Grundschule-Friedberg
Montessori-Sekundarschule-Wetterau
Philipp-Dieffenbach-Schule
Technische Hochschule Mittelhessen
Wartbergschule

 

Sport

Zwei der bekanntesten Sportvereine in Friedberg sind der VfB Friedberg und der TSV Friedberg-Fauerbach. Der VfB Friedberg spielt mit seiner Wasserball-Sparte gegenwärtig in der 2. Liga und von 1933 bis 1939 war die Fußballmannschaft des VfB Mitglied der damals erstklassigen Gauliga Hessen. Der TSV Friedberg-Fauerbach wurde durch seine Leichtathletik-Abteilung in ganz Deutschland bekannt.

Die bekanntesten Sportler sind der Olympia-Teilnehmer Till Helmke und der U20-Europameister Nils Müller. Die Radstrecke des Ironman Germany führt ebenfalls durch Friedberg. Weiterhin zu erwähnen ist der SV Diana Ockstadt, der mit Stephan Korth einen international erfolgreichen Sportschützen in der Klasse der Rollstuhlfahrer in seinen Reihen hat. Auch eine Bundesligamannschaft ist in Friedberg zuhause: Die Damenmannschaft der Schachfreunde 1891 Friedberg spielt in der Schachbundesliga.

Religionen

Zur Evangelische Kirchengemeinde Friedberg gehören vier Pfarrbezirke und drei Kirchen: Die gotische Stadtkirche, die frühklassizistische Burgkirche und das moderne Gemeindezentrum West aus dem Jahr 1980. Außerdem gibt es noch eine eigene evangelische Kirchengemeinde mit Kirche im zur Kernstadt zählenden ehemaligen Stadtteil Fauerbach.

Die katholische Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt gehört zum Bistum Mainz. Sie verfügt über die moderne Heilig-Geist-Kirche, die Marienkirche von 1882 und die kleine Georgskapelle am Rand der Seewiese. Die St.Jakobus-Kirche im Ortsteil Ockstadt wird im Sinne der Ökumene von beiden Konfessionen genutzt. Dazu gibt es eine freie evangelische Gemeinde und eine landeskirchliche Gemeinschaft, die dem Chrischona Gemeinschaftswerk angehört.

Mit der Ayasofya-Moschee befindet sich in Friedberg seit dem Jahr 2000 eines der größten islamischen Gotteshäuser Hessens. Außerdem existiert eine jüdische Gemeinde mit Sitz im benachbarten Bad Nauheim.

Städtepartnerschaften

Verkehr

Friedberg ist der Mittelpunkt der alten Kulturregion Wetterau und der wichtigste Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt und Gießen. Von den hier zusammenlaufenden Verkehrslinien ist die wichtigste die gesamtdeutsche Nord-Süd-Hauptstrecke, die von Hamburg über Frankfurt bis in die Alpen führt.

Sie existierte bereits in vorgeschichtlicher Zeit, war im Mittelalter eine wichtige Handelsstraße und besteht heute in Form der Autobahn A5, der Bundesstraße 3 und der Main-Weser-Bahn.

Straßenverkehr

Die Autobahn A5 gehört zu den wichtigsten Fernstraßen in Deutschland. In der Wetterau dient sie vor allem den Berufspendlern auf ihrem Weg in den Raum Frankfurt. In Richtung Norden ist die Universitätsstadt Gießen schnell über die A5 zu erreichen. Die A 45 kommt ebenfalls aus dem Gießener Raum und führt ins östliche Rhein-Main-Gebiet um Hanau.

Die Bundesstraße 3 führte früher mitten durch die Friedberger Innenstadt und belastete durch ihr hohes Verkehrsaufkommen die Anwohner erheblich. Eine entlastende Umgehungsstraße wurde deshalb jahrzehntelang diskutiert. Der Bau der B3a begann jedoch erst im Jahr 2005.

Im Juni 2009 wurde die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben. Mit Eröffnung der Umgehungsstraße verläuft die B3 nicht mehr durch die Friedberger Innenstadt, sondern westlich von Friedberg und östlich vom Stadtteil Ockstadt.

Sie nimmt nun auch den Verkehr der B 455 auf, die von Rosbach kommend früher ebenfalls durch die Innenstadt verlief und die Stadt im Norden wieder verließ. Einzige im Stadtgebiet verbliebene Fernstraße ist die B 275, die aus dem Hintertaunus kommend in den Vogelsberg führt und dabei Friedberg durchquert.

Schienenverkehr

Friedberg erhielt 1850 mit der Eröffnung der Main-Weser-Bahn Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. Neben dem Bahnhof Friedberg (Hess) besitzt Friedberg im Stadtgebiet heute noch die Haltepunkte Friedberg-Süd, Friedberg-Bruchenbrücken und Dorheim (Wetterau), welche ausschließlich dem Personennahverkehr dienen.

Ausgehend vom Bahnhof Friedberg (Hessen) wurden weitere Bahnstrecken eröffnet, 1881 die Strecke nach Nidderau, 1897 die Horlofftalbahn nach Hungen und 1901 die Bahnstrecke Friedberg–Friedrichsdorf.

Seit 1978 hat Friedberg Anschluss an die S-Bahn Rhein-Main; die Linie S6 verkehrt im Halbstundentakt, am späten Nachmittag auch im Viertelstundentakt, auf der Main-Weser-Bahn nach Frankfurt. Bis auf wenige Ausnahmen halten die InterCity-Züge der Linie (Stralsund–)Hamburg–Kassel-Wilhelmshöhe–Gießen–Frankfurt (Main)–Heidelberg–Karlsruhe(–Konstanz/Basel) in Friedberg.

Stadtkirche (Friedberg)

Die evangelische Stadtkirche Unserer Lieben Frau in Friedberg (Hessen) ist eine gotische Hallenkirche, die zwischen 1260 und 1410 erbaut wurde.

Gschichte

Bereits im späten 12. Jahrhundert entstand an der Stelle der heutigen Stadtkirche eine romanische Basilika. Noch heute sind Teile von deren Lettner in der Kirche erhalten.

Aufgrund enormer wirtschaftlicher Blüte der Stadt Friedberg in der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der romanische Kirchenbau durch einen größeren ersetzt. Ab 1280 wurde zunächst der Chor errichtet. Am 29. Mai 1306, am Sonntag nach Pfingsten, wurde der Hochaltar geweiht.

König Albrecht I. war unter den Ehrengästen. Um 1380 war auch das Langhaus fertiggestellt. Wegen militärischer Bedenken der unmittelbar benachbarten Reichsburg Friedberg wurde im Jahr 1410 der Ausbau der ursprünglich geplanten Doppelturmfassade gestoppt.

Die Befürchtung war, dass die Kirchtürme Plattformen für einen gegen die Burg gerichteten Artilleriebeschuss missbraucht werden könnten. Der Nordturm erhielt so nur einen verschieferten Fachwerkaufsatz und erreichte damit eine Gesamthöhe von 62 Metern. Vom Südturm wurde nur die Erdgeschosshalle errichtet.

Nach der Reformation wurde die Kirche lutherisch. Kleinere Schäden am Bauwerk im Dreißigjährigen Krieg wurden in den folgenden Jahrzehnten beseitigt. Nach Jahren des wirtschaftlichen Abstiegs wurde die Kirche im 19. Jahrhunderts so baufällig, dass zur Rettung der Kirche der Verkauf des Großteils des Friedberger Kirchenschatzes nötig wurde.

Wegen Einsturzgefahr wurden 1896–1901 Chor und Querhäuser abgetragen und wieder aufgebaut, die übrigen Teile der Kirche restauriert. Zusätzlich erhielt der unvollendete Südturm einen neuen, dem Rest der Kirche angepassten, Außenschmuck.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche nur kleinere Schäden und wurde zwischen 1957 und 1964 erneut umfassend saniert. Dies geschah unter der Aufsicht von Theo Kellner, der auch die neue Sakristei erbaute. Im Jahr 2006 feierte die Kirchengemeinde das 700jährige Jubiläum der Kirche mit zahlreichen Veranstaltungen. Es finden regelmäßig kirchenmusikalische Konzerte statt.

Ausstattung

Teile des Kirchenschatzes aus der Stadtkirche sind im Obergeschoss des Wetterau-Museums ausgestellt, darunter ein Reliquienkästchen und zwei silberne Kelche.

Lettner

Der mittlere Teil des Lettners entstand um 1240. Er war Bestandteil der romanischen Vorgängerkirche. Um 1430 erhielt der Lettner seine heutige Gestalt im Stil der Gotik. Zwei spitzbogige Türen mit verzweigtem Maßwerk wurden ergänzt. Über eine Steintreppe wird die Tribüne des Lettners erreicht. Unterhalb des Lettners befindet sich der Altar „Zum Heiligen Kreuz“.

Dieser diente früher als Gemeindealtar. Oberhalb befindet sich ein überlebensgroßes Kruzifix, das um das Jahr 1500 geschaffen wurde. Es wurde erst 1934 an seinen jetzigen Standort gebracht und hing ursprünglich in einer anderen Kirche.

Auf der linken Lettnerseite befindet sich die Friedberger „Lettnermadonna“, eine kostbare gotische Skulptur, die um 1280 entstand. Sie zeigt Maria als gekrönte Königin mit Jesusknaben auf dem Arm.

Chorgestühl

Der Chor der Kirche enthält ein eichenes Chorgestühl aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Es besteht aus 20 Klappsitzen und ist geschmückt mit größtenteils restaurierten Tafelmalereien aus dem 15. Jahrhundert.

Sakramentshaus An der Nordwand des Chorraums ist das 14 Meter hohe Sakramentshaus zu finden, ein Meisterwerk spätmittelalterlicher Steinmetzkunst. Es wurde am 4. Juni 1482 dem Frankfurter Bildhauer Hans von Düren in Auftrag gegeben.

Die erhaltenen Rechnungsunterlagen erwähnen als Bezahlung 250 Gulden,zusätzlich 20 Gulden und Weinlieferungen als weitere Vergütung für den Künstler.

Die Bezahlungen enden noch im Jahr 1484. Es handelt sich um eine spektakuläre spätgotische Kleinarchitektur, zahlreicher ineinander verwobener, in gelbgrauem Eifeltuff ausgearbeiteten Stränge auf sechseckigem Grundriss. Nur die tragenden Pfosten bestehen aus heimischem roten Sandstein. Das umgebende Gitterwerk, noch weitgehend mit der originalen Farbfassung erhalten, ist gleichzeitig zu datieren.

Glasmalereien

Die Glasmalereien in der Friedberger Stadtkirche stammen im Wesentlichen aus drei Epochen: der Gotik, dem Historismus und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die drei zentralen Glasfenster der Stadtkirche stammen noch aus dem Mittelalter, wurden allerdings im Rahmen der Restaurierungsarbeiten um 1900 überarbeitet. Maria, der die Kirche geweiht wurde, steht im Mittelpunkt des zentralen Chorfensters.

Hinzu kommen zahlreiche Heiligendarstellungen. Entworfen wurden die Fenster von dem Friedberger Maler Henritz Heyl und in den 1470er Jahren in den Chor eingebaut. Ab 1886 wurden die bedeutenden mittelalterlichen Glasmalereien restauriert und von dem Frankfurter Atelier Alexander Linnemann 1890 unter anderem durch drei Wappen im zentralen Chorfenster ergänzt.

Zahlreiche weitere neugotische Fenster der Kirche und Ergänzungen entstanden 1900–1918, ebenfalls durch das Atelier Linnemann. Diese dominieren heute die Farbverglasung des Raumes.

Sie nehmen in ihrer Themenwahl (aus dem Neuen Testament) und den Wappen stark Bezug auf die Stifter, darunter den damaligen Landesherren Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein und dessen Schwester, der russischen Zarin Alexandra Feodorowna.

Einige weitere Fenster wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zugefügt, so von Charles Crodel (1962–1964), Elfriede Böhmer (1977) Blasius Spreng (1985) und Hans-Gottfried von Stockhausen (1986). Helmut Landers „Ökumene-Fenster“ (1994) ist das zuletzt entstandene der Fenster und unterscheidet sich in Farbe, Form und Motivik deutlich von den anderen Fenstern.

Die Glasmalereien der Sakristei und die Bemalung der Kanzel vor dem spätgotischen Lettner stammen ebenfalls von Charles Crodel.

Miekwe in Friedberg

Die Mikwe in Friedberg (Hessen) ist die größte vollständig und eine der wenigen überhaupt erhaltenen mittelalterlichen Groß-Mikwen in Deutschland. Sie ist auch unter der Bezeichnung Judenbad bekannt.

Geschichte

Seit 1241 ist eine jüdische Gemeinde in Friedberg urkundlich nachgewiesen. Spätestens 1260 begann der Bau der Mikwe. Der technisch hoch anspruchsvolle Bau wurde durch dieselbe Bauhütte errichtet, die zur gleichen Zeit an der Stadtkirche arbeitete.

Als Geldgeber für das Bauprojekt gilt Isaak Coblenz aufgrund einer hebräischen Inschrift, die seinen Namen nennt. Sie befindet sich auf einem Quader links neben dem Zufluss. Die älteste schriftliche Erwähnung der Mikwe stammt aus dem Jahr 1350, als Ulrich III. von Hanau, Landvogt der Wetterau – und damit Vertreter des Königs –, nach einer Judenverfolgung zahlreich jüdisches Eigentum an die Stadt Friedberg verkauft.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Mikwe nicht mehr als Ritualbad benutzt und zweckentfremdet. Wissenschaftliche Beachtung fand sie ab etwa 1875, als die jüdische Gemeinde das Kulturdenkmal, das sich inzwischen in privater Hand befunden hatte, zurückkaufte. Sie wurde nun denkmalpflegerisch gewürdigt, erforscht und für Besucher geöffnet.

1902/03 wurde sie erstmals grundlegend renoviert, nachdem eingedrungenes Wasser den Baubestand gefährdet hatte. In der Zeit des Nationalsozialismus gab es Versuche, die Mikwe zu zerstören. Während der Novemberpogrome 1938 scheiterte dies am Widerstand eines Geschichtslehrers des Friedberger Aufbaugymnasiums und seiner Schüler, die dem anrückenden SA-Trupp überzeugend die historische Bedeutung des Bades vorhielten.

Später setzten sich führende NS-Politiker für den Erhalt der Mikwe ein, da sie von christlichen deutschen Handwerkern gebaut worden sei. 1939 erfolgte die Zwangsabtretung der Mikwe durch die jüdische Gemeinde an die Stadt Friedberg. In deren Eigentum befindet sie sich heute noch und ist für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die Stadt hat die Anlage 1957/58 erneut in Stand gesetzt und 1998 wurde der Eingangsbereich mit einem Raum zur didaktischen Erläuterung ergänzt.

Standort

Die Friedberger Mikwe befindet sich in der Friedberger Altstadt, in der Judengasse 20, im ehemaligen Judenviertel. Nur wenige Häuser entfernt stand bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1938 die Synagoge. Der Zugang zur Mikwe erfolgt über den Innenhof eines Wohnhauses aus dem Jahr 1902. In diesem Hof befindet sich eine Plexiglaskuppel, die heute den Lichtschacht im Deckengewölbe der Mikwe abdeckt.

Bedeutung und Funktion

Das Friedberger Judenbad ist die größte erhaltene mittelalterlichen Mikwe in Europa, wahrscheinlich weltweit. Aufgrund der aufwändigen, eleganten architektonischen Gestaltung in Formen der Gotik kann die Mikwe auch baukünstlerisch einen herausragenden Rang beanspruchen. Darauf wurden Interessierte schon früh aufmerksam: Thomas Carve besichtigte sie bereits während des Dreißigjährigen Kriegs. Seit 1903 ist die Mikwe ein Kulturdenkmal, damals aufgrund des Gesetzes, den Denkmalschutz betreffend des Großherzogtums Hessen vom 16. Juli 1902, heute aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Architektur

Die technische Ausführung der Mikwe ist aufwändig: Um zu dem für die Ritualbäder notwendigen „natürlichen“ Wasser zu gelangen, hier dem Grundwasser, musste zunächst ein Schacht 25 Meter vertikal durch den Basaltfelsen, auf dem Friedberg steht, in den Untergrund getrieben werden. Dieser wurde dann mit einem quadratischen Querschnitt von ca. 5,50 m x 5,50 m ausgemauert. Das sich stetig selbst erneuernde Wasser steht bis zu 5 m tief. Die Wassertemperatur beträgt 7,5 °C. Der Schacht ist nach oben durch ein Tonnengewölbe geschlossen, in dem eine kreisrunde Öffnung mit achteckigem Aufbau als Lichtquelle ausgespart wurde. Den einzigen Zugang, erreichbar vom Hof abwärts über eine kurze Treppe, bildet ein Portal, reich profiliert und mit einer Kombination aus Schulterbogen und gotischem dreiblättrigem Blendbogen nach oben abgeschlossen. Von dort ist der Schacht über eine Treppe begehbar, die der äußeren Schachtwand nach innen vorgesetzte ist. Diese ästhetisch höchst bemerkenswert gestaltete steinerne Treppe besteht aus sieben Abschnitten, die, unterbrochen von Absätzen in den Ecken, über insgesamt mehr als siebzig Stufen bis zum sichtbaren felsigen Grund unter dem Wasserspiegel führen. Die letzten beiden der Treppenläufe befinden sich gewöhnlich unter Wasser. Diese Treppenläufe werden von weiten Halbbögen überspannt, die zugleich das über ihnen als innere Schachtwand aufgeführte Mauerwerk tragen. Dessen Last ist durch spitzbogige Nischen gemindert, die zugleich ästhetisch wirksam die Wandflächen gliedern und die vertikale Ausrichtung des Baus unterstreichen. Die Halbbögen werden zum Rauminneren hin an ihren Fußpunkten von Säulen getragen, die auf den freien Ecken der Treppenabsätze stehen. Zur äußeren Schachtwand hin lasten die Bögen auf Konsolen und Eckdiensten.

Die Kapitelle der Säulen zeigen unterschiedlich differenziertes Blattwerk, von denen einige denen des Ziboriums der Friedberger Stadtkirche ähneln. Gleichartige Steinmetzzeichen wie in dem um 1260 begonnenen Chor der Stadtkirche und die Verwendung des gleichen Sandsteins als Baumaterial sind ein Indizien dafür, dass beide Bauten derselben Zeit stammen und an beiden Baustellen dieselben Handwerker tätig waren. Eine Inschrift in einer Wandnische der Mikwe zeigt die Jahreszahl 1260, durch die der stilistische und materielle Zusammenhang zum gotischen Sakralbau der Stadt eine Bestätigung findet.


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Das Foto basiert auf dem Bild “ Der Adolfsturm in Friedberg ist ein Butterfassturm „aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons und steht unter der Creative-Commons -Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland . Der Urheber des Bildes ist Sven Teschke.