Bauen Wohnen und Mehr

Reis & Wilhelm Fliesen Lebach

Als Bau wird die Fertigung von Objekten, Konstruktionen und Bauwerken bezeichnet, als Fertighaus ein Gebäude, das aus vorgefertigten Teilen zusammengesetzt wird. „Casa Mutabile“ nannte Leonardo Da Vinci sein 1494 aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetztes, bewegliches Haus. Doch mit der wirklich praktikablen Umsetzung und der Durchsetzung am Markt sollte es noch lange dauern. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts vermittelte die Architekturschule Bauhaus in Weimar den Schülern die Vorstellung eines Hauses, bei dem vorproduzierte Bauelemente den Grundtyp für ein Fertighaus bilden sollten. Der wirkliche Ursprung des Fertighauses nach unserem Verständnis liegt jedoch in Amerika.

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Da zur Zeit der Siedler sehr schnell sehr viel Wohnraum benötigt wurde, bot sich die Vorproduktion von Fertigteilen für den Hausbau genauso an, wie die vereinfachte Bauweise mit z. B. Nägeln. Es etablierte sich die Holzständerbauweise als erste umsetzbare Fertighausvariante. In Deutschland fing die Entwicklung dieses Bautyps erst Anfang des 20. Jahrhunderts an, als Konrad Wachsmann in Niesky die erste fast vollautomatische Fabrik zur Vorfertigung von Holzbauelementen gründete. Sein berühmtester Bauherr ist wohl Albert Einstein, der sich ein solches Fertighaus in der Nähe von Berlin baute. Die erste Holz-Fertigbau-Siedlung entstand 1940 in Niesky.

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Um die Wohnungsnot nach dem Krieg zu mindern war das Fertighaus jedoch noch nicht beliebt genug. Erst der Bauboom in den 60’er Jahren sorgte für den wirklichen Aufschwung dieser Branche. Das Fertighaus überzeugte als günstige Alternative zur Massivbauweise. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Modelle und Kataloge. Von da an sorgten Trends wie Energiesparen und die Fitnesswelle für eine stetige Weiterentwicklung der Fertighäuser. Einst nur mit Flachdach ausgestattet, wurden nun weitere Modelle und innovative Energiesparhäuser entwickelt.

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Ab Oberkante Fundament gibt es heute eine Vielzahl von Angeboten in den unterschiedlichsten Preisklassen. Es wird unterschieden in Ausbauhaus, Fertighaus, Bausatzhaus und Systemhaus. Die Preise hierfür beginnen bei einem Bausatzhaus für ca. 47.000 Euro und gehen bis über 450.000 Euro für ein „fertiges“ Fertighaus. Doch jeder Bauherr sollte sich nicht nur genau überlegenen wie viel Geld er aufbringen kann sondern auch mit wie viel Zeit und Können er die Kosten durch Eigenleistungen beeinflussen möchte. Hilfreiche Informationen rund ums Fertighaus, einen Überblick über etwa 100 Anbieter sowie umfangreiche Informationen mit einer Aufschlüsselung in 23 Fertighaustypen bietet unter anderem www.fertighaus.de

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