Mettmann

 

 

Mettmann – Stadt Mettmann – Informationen – Unternehmen – Mettmann

 

Das Foto basiert auf dem Bild "Mettmann, evangelische Kirche" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Hans-Christian Kords.

ev. Kirche Freiheitstraße, Urheber: Hans-Christian Kords.

Herzlich willkommen auf der Seite über Mettmann. Der im Bundesland Nordrhein-Westfalen liegende Ort erstreckt sich über eine Fläche von 42,5 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl von Mettmann liegt momentan bei ungefähr 39.857 womit die durchschnittliche Einwohnerzahl pro Kilometer bei 937 liegt. Hier gilt das Autokennzeichen ME. Der Verwaltungssitz von Mettmann befindet sich Neanderstr. 85, 40822 Mettmann.

Zu erreichen ist diese auch über die Domain www.mettmann.de. Der zuständige Regierungsbezirk für Mettmann ist der Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf dieser Seite über Mettmann finden Sie nicht nur geschichtliche Informationen oder die Chronik von Mettmann, sondern auch die von uns empfohlenen Unternehmen aus der umliegenden Region.

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Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die historische Altstadt, die restaurierte Wassermühle am Goldberger Teich und eine historische Straßenbahn machen Mettmann noch weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Desweiteren bestehen Partnerschaften von Mettmann mit Markranstädt (Sachsen), Goražde (Bosnien-Herzegowina) und Znin (Polen).

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Weitere Informationen finden Sie auch über www.mettmann.de. Erreichen können Sie Mettmann über gängige Verkehrswege. Der Gemeindeschlüssel lautet 05 1 58 024. Die Gemeinde Mettmann liegt auf einer Höhe von 125 Metern über dem Meeresspiegel. Über die Koordinaten: 51° 15′0″N, 6° 58′0″E ist Mettmann auch erreichbar.

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Suchen Sie eine Arbeitsstelle, planen eine Umschulung oder einen Berufswechsel? In unserem Stellenmarkt finden auch Sie die passenden Stellenangebote ( Stellenmarkt Mettmann ). Auch für Sparfüchse empfehlen wir Ihnen Unternehmen und Angebote aus dem ganzen Landkreis und auch aus Mettmann ( Sonderangebote Mettmann ).

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Wo knüpft man schon besser Kontakte als auf einem Event? Ob Discos, Partys, Events, Messen, Ausstellungen oder Märkte, die Veranstaltungen Mettmann finden Sie immer brandaktuell in unserem Veranstaltungskalender ( Veranstaltungen Mettmann ) der auch für den gesamten Landkreis gilt.

 

Mettmann ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt grenzt direkt an Düsseldorf und Wuppertal.

 

Geographische Lage

Mettmann liegt am Rande des rheinischen Schiefergebirges an einer nicht immer eindeutig zu ziehenden Grenze zwischen Rheinland und Bergischem Land. Aus politischer Sicht betrachtet gehört die Kreisstadt mit dem gesamten Kreis Mettmann zum Rheinland, nach historischen Maßstäben und heutigem Regionalbewusstsein wird sie eher dem Bergischen Land zugerechnet.

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Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet mit 75 m ü. NN befindet sich im Neandertal im Bereich des Museums, der höchste Punkt mit 203 m ü. NN liegt an der Stadtgrenze zu Wülfrath (Kreuzung Meiersberger Str./Mettmanner Str.).

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Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Westen direkt an die Landeshauptstadt Düsseldorf. Es folgen im Uhrzeigersinn die Städte Ratingen, Wülfrath, Wuppertal, Haan und Erkrath.

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Geschichte

Mittelalter

Der Name „Mettmann“ kommt aus dem Altdeutschen, von „Medamana“, was so viel wie „Am mittelsten Bach“ bedeutet. Die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung erfolgte im Jahre 904.

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Im Jahre 1363 war Mettmann eines von acht Ämtern im Bergischen Land, es sind die acht Ämter, die in der Urkunde zur Übertragung des Landes Blankenberg an Berg genannt sind. Mit den in der Folgezeit neu erworbenen Rechten waren erhebliche Steuer- und Zollprivilegien verbunden, die dem Ort zu wirtschaftlicher Blüte verhalfen.

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Moderne

1806 kam das Herzogtum Berg und mit ihm auch Mettmann unter Napoleon zum Großherzogtum Berg, 1815 wurde Mettmann Teil preußischen Staatsbesitzes: Der Landkreis Mettmann mit den Gemeinden Mettmann, Langenberg, Kronenberg (heute Wuppertal), Velbert und Wülfrath und weiteren Gemeinden entstand. 1856 wurden der Gemeinde von König Friedrich-Wilhelm IV. von Preußen die Stadtrechte verliehen.

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Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten diente die Villa Koburg der SA als Sammelstelle und Folterkeller für Verhaftete aus dem Kreis Mettmann. Zum Gedenken an die vielen getöteten und misshandelten Opfer befindet sich am zentralen Lavalplatz in Mettmann ein Denkmal.

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Im Laufe der Jahre wechselte die Zugehörigkeit des Landkreises mehrfach. Neben den Städten Elberfeld und Vohwinkel (heute Teile Wuppertals) war vor allem Düsseldorf lange Zeit Sitz der Kreisverwaltung. Nachdem Mettmann den Zweiten Weltkrieg weitgehend ohne gravierende sichtbare Spuren überstanden hatte, ging der Sitz der Kreisverwaltung 1954 an die Stadt zurück.

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Zu Mettmann gehört heute auch der am 1. Januar 1975 eingemeindete Ortsteil Metzkausen, der bis dahin als Sitz der Amtsverwaltung zum Amt Hubbelrath gehörte, das im Zuge der kommunalen Neuordnung zu diesem Tag aufgelöst wurde. Mit diesem Datum vollzog sich auch eine Namensänderung: Aus dem Kreis Düsseldorf-Mettmann wurde der Kreis Mettmann.

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In dem an die Stadt Wülfrath angrenzenden Ortsteil Obschwarzbach haben sich nach 1945 bevorzugt Flüchtlinge und Spätaussiedler eine neue Heimat geschaffen.

2004 konnte Mettmann sein 1100-jähriges Bestehen feiern und gehört so zu den ältesten Gemeinden im Bergischen Land.

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Wappen und Flagge

Blasonierung: Das Wappen der Kreisstadt Mettmann zeigt in Gold auf blauem Grund durch ein Stadttor miteinander verbunden die Evangelische Kirche und die Katholische Lambertuskirche sowie eine mit Edelsteinen besetzte Krone, Zepter und Lade zwischen beiden Kirchtürmen. Es geht in seinem Ursprung zurück auf das Zunfstsiegel der Freiheit Mettmann aus dem Jahr 1778.

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Die Farben der Kreisstadt sind blauweiß.

Politik

Allgemeines

Als Kreisstadt eines der am dichtesten besiedelten Kreise in Deutschland ist Mettmann auch Sitz der Kreisverwaltung. Diese befindet sich auf mehrere Gebäude verteilt im Stadtzentrum.

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Partnerstädte, Patenschaften und Freundschaften

Partnerstadt:

  • Laval, Frankreich
  • geplant ist zudem eine Partnerschaft San Felice Circeo, Italien, das wie Mettmann Fundort von Überresten des Neandertalers ist

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Partnerschaften:

  • Osjorsk (Kaliningrad), Russland

Freundschaften

  • Markranstädt, Sachsen
  • Goražde, Bosnien-Herzegowina
  • Znin, Polen

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Patenschaften

  • Ein Flugzeug der Lufthansa vom Typ Bombardier Canadair Regional Jet trägt seit 2006 den Namen der Stadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Mettmann ist Sitz des für den Kreis Mettmann sendenden Lokalradios Radio Neandertal. Bekanntheit erlangte Mettmann auch durch den im Januar 2004 erschienenen Kinofilm Samba in Mettmann von und mit Hape Kerkeling. Das 1907 in der Düsseldorfer Straße eröffnete „Weltspiegel-Kinocenter“ zählt heute zu den ältesten Lichtspielhäusern Deutschlands und wird in der dritten Generation geführt.

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Alljährlich an einem Sonntag Im Frühsommer findet in der Innenstadt die Mettmanner Kunstmeile statt. Hier haben lokale und regionale Künstler die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.

Neben einer eigenen Stadthalle, in der auch die Stadtbibliothek untergebracht ist, und in der in losen Abständen Veranstaltungen stattfinden, ist für das Kulturangebot von Bedeutung, dass Mettmann zum Einzugsbereich von fünf Großstädten (Düsseldorf, Köln, Duisburg, Essen und Wuppertal) gehört.

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Neandertal

Das Neandertal (auch: Neanderthal) gehört teilweise zu Mettmann. Es ist nach dem evangelischen Liederdichter Joachim Neander, der dort seine Spaziergänge zu machen pflegte, benannt. Hier wurden beim Kalksteinabbau die Überreste des nach seinem Fundort Neandertal 1 benannten Neandertalers gefunden. Heute ist das Neandertal ein beliebter Ausflugsort; das Neanderthal-Museum an der Stadtgrenze zu Erkrath hat den berühmten Fund und die menschliche Urgeschichte zum Thema.

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Weitere Sehenswürdigkeiten

  • historische Altstadt mit dem Marktplatz und den typisch bergischen Häusern mit schwarzer Schieferverkleidung und den meist grünen Schlagläden
  • die katholische St.-Lambertus-Kirche
  • die ehemals reformierte evangelische Kirche aus grauen Feldsteinen
  • die restaurierte Wassermühle am Goldberger Teich

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  • die alte Bürgermeisterei im Haus Mittelstraße 10 beherbergt ein kleines Heimatmuseum
  • das jährliche Heimatfest im August rund um den historischen Marktplatz mit anschließendem sonntäglichem Trödelmarkt
  • der rund 2 Wochen stattfindende „Blotschenmarkt“, der in der Vorweihnachtszeit auf dem Marktplatz stattfindet (von „Blotschen“, mundartlich für Holzschuh)

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  • eine historische Straßenbahn, die in der Mettmanner Innenstadt zur Besichtigung aufgestellt ist
  • die katholische Kirche St. Judas Thaddäus von 1907 im Ortsteil Obschwarzbach

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Ein Beispiel für eine Wandlung in der Stadt ist der Jubiläumsplatz im Stadtzentrum von Mettmann, der vor allem in den vergangenen Jahrzehnten vielen Veränderungen unterlag. Hier wurden ab Mitte der 1960er Jahre viele historische Fachwerkhäuser durch damals moderne Bauten (zum Beispiel das Gebäude der Kreissparkasse) ersetzt.

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Heute ist man sich darüber einig, dass damit ein historischer Teil Mettmanns zerstört wurde. Jedenfalls war es der Zeitgeist der 60er, weg mit dem Alten – hin zum Modernen.

Die letzte Änderung kam Anfang dieses Jahrhunderts im Vorlauf der Feierlichkeiten zum 1100-jährigen Bestehen der Stadt. Der Jubiläumsplatz bekam einen neuen Bodenbelag, weg von den Platten und wieder hin zum Kopfsteinpflaster. Das Kunstwerk „Erdstrahlen“ wurde 2006 aufgestellt.

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Im August 2005 wurde am westlichen Ortseingang von Mettmann mit der Kreispolizeibehörde eines der modernsten Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt.

Kirchen

  • Römisch-katholische Kirche, Pfarrverband Mettmann bestehend aus den Kirchengemeinden:
    • St. Thomas Morus
    • St. Lambertus
    • Heilige Familie
    • St. Judas Thaddäus

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  • Evangelische Kirchengemeinde Mettmann, bestehend aus den Gottesdienststätten:
  • Evangelische Kirche Freiheitstraße
  • Evangelische Kirche Metzkausen
  • Kapelle Obschwarzbach
  • Gemeindehäuser Friedhofstraße, Obschwarzbach, Mettmann-West und Süd, sowie
  • Kapelle des ev. Krankenhauses Mettmann

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  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Bahnstraße 69
  • Christliche Versammlung am Königshof
  • Christlich-Freikirchliche Gemeinde, Auf dem Hüls
  • Adventistengemeinde Mettmann-Neandertal
  • Neuapostolische Kirche, Seminarstraße 5 und Mozartstraße 104

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Wirtschaft und Infrastruktur

Bereits im 19. Jahrhundert etablierte sich Mettmann als Standort für die Besteckindustrie. Vor allem Besteck der 1895 gegründeten Firma Seibel konnte sich über die Grenzen Deutschlands einen Namen machen. Heute führt die Firma Seibel Designpartner GmbH, ansässig im Gewerbegebiet Mettmann Ost, die Tradition fort und stellt dort unter anderem die Besteckserie mono-a her.

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Die Georg Fischer AG produziert am Standort Mettmann seit 1907 Gussteile aus Kugelgraphitguss (Sphäroguss) für Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Sie ist damit die letzte metallverarbeitende Zulieferfirma für verschiedene Automobilhersteller, die vor Ort tätig ist. GF beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und hat zur Zeit eine Versandmenge von ca. 210.000 Tonnen pro Jahr. Die Firma Meckenstock, die sich ebenfalls auf Zieh-, Press- und Stanzteilproduktion spezialisiert hatte, beschäftigte bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch 250 Mitarbeiter. Im Jahr 2000 wurde Insolvenz angemeldet. Die Gebäude unweit der Regiobahn-Haltestelle Mettmann-Stadtwald stehen seitdem leer.

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Weitere bekannte Firmen mit Sitz in Mettmann sind der Tiefkühlkost-Hersteller und -Vertrieb eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH sowie das besonders durch seine Schuhpflegeprodukte bekannt gewordene Unternehmen Centralin. Mettmann ist auch Sitz des Verkehrsunternehmens Regiobahn GmbH, das die hier endende S-Bahn-Linie betreibt.

 

Mit dem im Jahr 2006 eingerichteten, etwa 10 Hektar großen Innovationspark Mettmann West versucht die Stadt höherwertiges Gewerbe, bevorzugt aus dem Technologiesektor, anzusiedeln. Als erstes Unternehmen wechselte im Jahr 2006 die Firma Bode Timm & Partner GmbH, ein Vermarkter von Anzeigenblättern, von Düsseldorf dorthin. Dort befindet sich unter anderem seit 2008 die MAG-Autowelt (Opel, Honda, Chevrolet).

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Verkehr

Durch Mettmann führt die Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd. In Mettmann Stadtwald endet die Regiobahn-Linie S 28 (Mettmann–Erkrath–Düsseldorf–Neuss-Kaarst), welche werktags alle 20 Minuten und am Wochenende alle 30 Minuten verkehrt. Sie bedient drei Haltestellen in Mettmann: Mettmann-Stadtwald, Mettmann Zentrum und Neanderthal. Die Wiederbelebung der alten rheinischen Strecke wurde maßgeblich vom ehemaligen Stadtrat Paul-Heinz Schuh initiiert. Die Linie soll in absehbarer Zeit über eine bestehende Trasse zum Bahnhof Dornap-Hahnenfurth und weiter über eine neu zu bauende Abzweigung nach Wuppertal-Vohwinkel ausgebaut werden. Des Weiteren ist eine Verlängerung der Linie im Westen über Viersen nach Venlo im Gespräch.

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Von 1930 bis 1952 verkehrte zwischen Mettmann und Gruiten der Fahrdrahtbus Mettmann–Gruiten, dies war der erste neuzeitliche Oberleitungsbus Deutschlands. Er wurde von Gustav Kemmann entwickelt. Kemmann stammte aus Mettmann und suchte die anspruchsvolle Strecke im Bergischen Land als Teststrecke aus.

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Zwischen dem 19. Juli 1909 und dem 17. Mai 1952 verkehrten in Mettmann zudem die Straßenbahnen der Kreis Mettmanner Straßenbahn GmbH.

Der übrige öffentliche Nahverkehr in Mettmann wird durch die Rheinbahn betrieben. Sie betreibt dort 13 Buslinien.

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Mit dem Auto ist Mettmann über die A 3 (Anschlussstelle Mettmann), A 46/A 535 (Anschlussstelle Wuppertal-Dornap), A 44 (Anschlussstelle Ratingen-Schwarzbach) und die B 7 (aus Richtung Düsseldorf/Wuppertal) erreichbar. Der Düsseldorfer Flughafen ist 20 Kilometer entfernt, der Flughafen Köln/Bonn 50 Kilometer.

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Gesundheitswesen

Mettmann besitzt mit dem evangelischen Krankenhaus in der Gartenstraße ein modernes Krankenhaus mit 237 Betten, das in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll. Die Gründung dieses Hauses geht auf das Jahr 1877 zurück.

Bildung

Für seine Einwohner hält Mettmann eine große Anzahl verschiedener Schulformen sowie eine eigene Musikschule, eine Volkshochschule, eine Stadtbibliothek, sowie ein umfangreiches Stadtarchiv vor. Seit Oktober 2009 ist Mettmann mit der Eröffnung der FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft) Hochschulstandort.

Schulen

Grundschulen

  • Katholische Grundschule Neanderstraße
  • Otfried-Preußler-Schule
  • Städtische Gemeinschaftsgrundschule „Am Neandertal“
  • Städtische Gemeinschaftsgrundschule Herrenhauser Straße
  • Astrid-Lindgren-Schule

Sekundarstufe I

  • Anne-Frank-Schule
  • Heinrich-Heine-Gymnasium
  • Konrad-Heresbach-Gymnasium
  • Carl-Fuhlrott-Realschule

Sekundarstufe II

  • Berufskolleg Neandertal (Berufliches Gymnasium)
  • Heinrich-Heine-Gymnasium
  • Konrad-Heresbach-Gymnasium

Förderschulen

  • Förderschule für Sprachbehinderte
  • Erich-Kästner-Schule
  • Hans-Helmich-Schule für geistig und körperlich Behinderte (in Trägerschaft der Stiftung Hephata)

Berufsschulen

  • Berufskolleg Neandertal (Berufliches Gymnasium)
  • Schule für kommunale Verwaltung
  • Krankenpflegeschule im Evangelischen Krankenhaus Mettmann
  • Fachseminar für Altenpflege des Kreises Mettmann

Volkshochschule

  • Volkshochschule Mettmann-Wülfrath

Hochschule

  • Dependance der Fachhochschule der Wirtschaft

Sport

Ralph Roese wurde in den Jahren 1931 und 1932 Deutscher Motorrad-Straßenmeister in der Klasse bis 1000 cm³. Anschließend wechselte er zum Automobilrennsport und errang 1938 einen beachtenswerten dritten Platz bei den 24 h von Spa-Francorchamps. 1939 wurde er deutscher Sportwagenmeister in der Klasse bis 1,5 Liter Hubraum. Der dritte Gesamtrang bei der Mille Miglia 1940 gilt als sein international größter Erfolg. Alle Rennen bestritt er als Werks- und Privatfahrer auf Fahrzeugen von BMW.

Der Verein Mettmanner TV spielte von 1969 bis 1974 fünf Jahre lang in der Tischtennis-Bundesliga. 1971/72 wurde er Deutscher Meister.

Der Hockey- und Tennisverein THC Mettmann spielte jahrelang Leistungssport: Das Hockeyteam in der Oberliga (damals höchste Spielklasse), das Tennisteam in der Regionalliga (damals zweite Liga). Heute spielt die 1. Mannschaft im Hockey in der 1. Verbandsliga, das Herrenteam im Tennis in der 2. Verbandsliga.

Der zur Zeit mitgliederstärkste Sportverein (über 5000 Mitglieder) ist mettmann-sport e.v.. Er wurde am 17. Januar 2005 in das Vereinsregister aufgenommen und trat die Nachfolge dreier alteingesessener Mettmanner Vereine (MTV, MSC, TSV Metzkausen) an. Das Herrenteam der Handball-Abteilung spielt derzeit in der Oberliga, die Damen in der Regionalliga.

In Mettmann-Metzkausen entsteht in unmittelbarer Nähe zum Heinrich-Heine-Gymnasium ein neues Sportzentrum für die Stadt Mettmann, das von der Schule sowie von mettmann-sport e.v. für Fußball und Leichtathletik genutzt wird. Bisher ist allerdings lediglich der erste von drei geplanten Kunstrasen-Fußballplätzen mit Laufbahn fertiggestellt.

2004 wurde das Mettmanner Freibad zum Naturfreibad umgebaut. Hier wird in den Sommermonaten Schwimmvergnügen ohne Chemie geboten. Strandbereiche mit Strandkörben sind ebenso wie ein Matschspielplatz und eine Wasserrutsche im Angebot.

Neandertal

Das Neandertal, bis in das frühe 19. Jahrhundert überwiegend als das Gesteins bezeichnet, ist ein weitgehend unbebauter Talabschnitt der Düssel im niederbergischen Land auf dem Gebiet der Städte Erkrath und Mettmann, ca. 10 km östlich von Düsseldorf gelegen.

Die einstige weithin bekannte Schlucht von rund einem Kilometer Länge erlangte kurz nach ihrer Zerstörung weltweite Berühmtheit durch den Fund fossiler Überreste eines Urzeitmenschen aus dem Pleistozän, der als der Neanderthaler Namensgeber dieser Spezies wurde.

Namen

Das Neandertal wurde ursprünglich das Gesteins, das Hundsklipp oder einfach nur das Klipp genannt. Welche Bedeutung der Name Hundsklipp (manchmal auch Hunnsklipp geschrieben) hat, ist nicht eindeutig geklärt. Es gab Erklärungsversuche, das Wort leite sich von Honnschaft oder gar von den Hunnen ab. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umbenennung in „Neanderthal“, in Erinnerung an den bekannten Kirchenkomponisten und evangelisch-reformierten Pastor Joachim Neander („Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“).

Der gebürtige Bremer Neander war zwischen 1674 und 1679 Rektor der Düsseldorfer Lateinschule der reformierten Kirchengemeinde und Hilfsprediger. Oft suchte er in seiner Freizeit dieses damals noch schluchtartige Tal auf. Hier hielt er Gottesdienste und Konventikel ab und komponierte viele seiner heute noch bekannten Kirchenlieder und Choräle.

Von Neander stammt auch das älteste bekannte gedruckte Dokument, in dem das Aussehen des Tals beschrieben wird:

  • „Ist auch ein Reise-Lied im Sommer oder Herbst denen nach Franckfurt am Mayn den Reinstrohm auff und abfahrenden, woselbst zwischen Cöllen und Maintz Berge, Klippen, Bäche und Felsen mit sonderbahrer Verwunderung zu sehen; auch im Bergischen Lande in dem Gesteins nicht weit von Düsseldorff.“
    – Joachim Neander, Bremen 1680

Ursprünglich wurden neben dem Begriff Gesteins oftmals auch die einzelnen Fels- und Höhlenformationen wie Engelskammer, Teufelskammer, Leuchtenburg, Predigtstuhl, Feldhofer Kirche oder Rabenstein mit Namen genannt, ab 1800 wurden die Begriffe Neandersstuhl und Neandershöhle in Reiseberichten gebräuchlich.

Während der Kalkabbau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Naturschönheit der Felsen zerstörte und ein weiträumiges Tal entstand, setzte sich der Begriff Neanderthal durch.[3] Bis in die 1880er Jahre jedoch hielt sich im Volksmund der Begriff Gesteins. Er verschwand somit erst, als vom eigentlichen Gesteins nichts mehr übrig war.

Schreibung mit oder ohne h

Im Zuge der Rechtschreibreform von 1901 entfiel das „h“ offiziell aus dem Namen; das Museum mit seiner paläontologischen Thematik verwendet jedoch in Anlehnung an die wissenschaftliche Schreibweise „neanderthalensis“ weiterhin die alte Schreibung. Auch der Bahnhof hat diese Schreibweise beibehalten. Die Website der Stadt Mettmann begründet das so: „Weder die Bundesbahn, noch die Regio-Bahn wagten es, diesen Haltepunkt wegen seines engen Bezuges und seiner unmittelbaren Nähe zum Museum umzubenennen.

Geschichte

Das Neandertal war früher eine knapp 1.000 m lange und etwa 50 m tiefe enge Schlucht im mitteldevonischen Kalkstein mit teils überhängenden Wänden, Wasserfällen, vielen kleineren Höhlen und großem Artenreichtum. In der Hügellandschaft des Niederbergischen, einer Fastebene mit eingeschnittenen Bachtälern, war ein derartig enges Felsental eine ungekannte, fremdartige Erscheinung, weshalb sie mitunter sogar mit der Via Mala verglichen wurde.

Trotz zahlreicher erhaltener Naturstudien unter anderem von Schülern der Düsseldorfer Malerschule und einiger Fotografien früher Abbauzustände (das Neanderthal Museum zählt 150 bildliche Darstellungen) liegt die damalige Topographie der Schlucht heute großenteils im Dunklen.

Erstmals wird das Tal in einem Zehntverzeichnis von Haus Unterbach 1609 als Hundtß Schlippen genannt. Auch in der ersten Landesaufnahme und geografischen Beschreibung des Herzogtums Berg, der Topographia Ducatus Montani von Erich Philipp Ploennies, erschienen 1715, fand das Gesteins Aufnahme:

  • „In diesem Ambt an der Düsselbach, zwischen dem feldhoff und hof Karstein ist das so genandte Gestein gelegen (welches Grose höhlen in den bergen sindt) und nach welchen bißweilen einige frembden, solches zu sehen, eine reiße dahin anstellen.“
    – Topographia Ducatus Montani 1715

Der Erkrather Arzt und preußische Hofrat Johann Heinrich Bongard beschreibt in seinem 1835 erschienenen Buch Wanderung zur Neandershöhle erstmals das zu diesem Zeitpunkt noch unberührte Gesteins mit seiner Düsselklamm sehr detailliert inklusiv einiger Illustrationen, ohne den noch nicht gebräuchlichen Namen Neandertal zu nennen.

Zudem beschreibt der Naturfreund in diesem Wanderführer die Geologie und die vielfältige Botanik der Felsenschlucht und ihren Artenreichtum mit Pflanzen wie Belladonna, Wolfsmilch, Schierling, Thymian, Waldmeister, Brunnenkresse und der im Tale sehr häufig vorkommenden und großflächig wachsenden Pestwurzen. Seine Schilderungen geben auch heute noch den besten Überblick über die ursprüngliche Schönheit der Natur, die zu seiner Zeit bereits ein weithin bekanntes und nach Eröffnung der Bahnlinie Düsseldorf-Elberfeld 1841 auch stark frequentiertes Ausflugsziel von Naturfreunden, Tagesausflüglern und Sangesgruppen war. Die Künstler der Düsseldorfer Malerschule nutzten das Gesteins nicht nur als Vorlage zur Landschaftsmalerei, sondern auch vielfach für ihre Festivitäten und Tagesausflüge.

Im Neandertal wurde vermutlich bereits seit dem Mittelalter Kalkstein (devonischer Massenkalk) in geringen Mengen für die bäuerliche Kalkbrennerei abgebaut. So sind bereits aus den Jahren 1519 und 1672 Kalköfen beurkundet, von denen sich der ältere auf dem heutigen Gelände des ehemaligen Mannesmann-Kalkwerkes befand und der andere mit Namen Huppertsbracken als kulturgeschichtliches Denkmal 1986 restauriert wurde und heute an der Düssel oberhalb des Neandertales (zwischen den Höfen Thunis und Bracken) am Wegesrand zu besichtigen ist.

Die Ruine des Feldhofer oder Hatzfeld’schen Kalkofens befindet sich an der Braumüllerschen Düsselbrücke am Parkplatz Am alten Kalkofen.

Der Kalkabbau war eine Zeitlang wohl auch ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region, da er des Öfteren in den Quellen erwähnt wird, so auch in den Beyträge zur Statistik des Herzogthumes Berg von 1806:

  • „(…) Bey Erkrath ist ein Bruch von Dachschiefer; auch finden sich in diesem Amte verschiedene Kalkbrennereyen, und unter anderem eine bey dem Kostenhof. In deren Nähe ist das so berühmte Gesteins: die Leuchtenburg, Neanderhöhle, und ein Wassersturz der Düsselbach, wohin jährlich von den benachbarten Städten verschiedene Luftpartien gemacht werden.“
    – Beyträge zur Statistik des Herzogthumes Berg, Erscheinungslauf 1, 1802-1805

War das Tal vom Bau der ersten westdeutschen Eisenbahnlinie von Düsseldorf nach Erkrath noch nicht unmittelbar betroffen (eröffnet 1838, 1841 bis nach Elberfeld erweitert), so veränderte der 1849 einsetzende industrielle Kalksteinabbau das Tal vollständig. 1854 wurde die „Actiengesellschaft für Marmorindustrie im Neanderthal“ gegründet, die den Kalkabbau in großem Stil vorantrieb.

Kalk wurde nicht nur für Bauzwecke und die Stahl- und Kohleindustrie des Ruhrgebiets benötigt, auch die nahegelegene Eisenhütte in Hochdahl benötigte ihn als basischen Zusatzstoff für die Verhüttung. Etwa ein Jahrhundert lang prägte der Kalkabbau das Tal; erst 1945 wurde der Betrieb eingestellt.

Von den ursprünglichen Kalkfelsen war hiernach nichts mehr zu sehen, da sämtliche Gesteinsformationen und Höhlen innerhalb von weniger als 100 Jahren dem Kalkabbau zum Opfer gefallen waren.

Nur der sogenannte Rabenstein, eine Felsnase unmittelbar an der Straße und am Eingang zum Fundort des Neandertalers, ist übrig geblieben. 1926 wurde eine Tafel angebracht, die an den Fund des Neandertalers durch Johann Carl Fuhlrott erinnert.

Die nahezu gesamte Zerstörung der ursprünglichen Natur erregte schon zu damaliger Zeit Kritik:

  • „Noch steht unangetastet die Neanderhöhle, ebenso sprudelt noch immer die kleine Quelle herab. Es ist dies ein kleiner, aber der schönste Theil. Die dortige Aktiengesellschaft, welcher das Ganze gehört, hat bis heute entweder in heiliger Scheu, doch ein solches Naturwerk anzutasten oder aus liebenswürdiger Geneigtheit für ein naturliebendes Publikum diese Schönheit unangetastet stehen lassen. […] In wenigen Jahren wird auch die bisher respektierte Formation der Sprengung zum Opfer fallen. Dann werden spätere Generationen es nicht begreifen, ja für unglaublich halten können, wie eine gewöhnliche Kalkindustrie solche berühmten Stätten zerstören konnte.“
    – Mettmanner Zeitung 1887

Drei Jahre später wurde auch die Neanderhöhle als letzter Rest des ursprünglichen Gesteins gesprengt.

Im Folgenden ist die Schlucht nur so weit beschrieben, wie es aus den bisher bekannten Dokumenten weitgehend sicher geschlossen werden kann.

In der Talweitung an der Einmündung des Mettmanner Baches beim heutigen Neanderthal-Museum lagen beiderseits der Brücke über die Düssel zwei bäuerliche Anwesen: Hundsklipp mit Hundsklipper Mühle südlich der Düssel (Bürgermeisterei Haan) und In der Medtman nördlich der Düssel (Bürgermeisterei Mettmann). Von letzterer führte ein Weg in weitem Bogen um den Talkessel auf die Hochfläche zum einstigen Gut Kastein, ein anderer durch einen Hohlweg (beim seit 1879 bestehenden Bahnhof Neanderthal) nach Eidamshaus und Mettmann. Der vom Hof Hundsklipp mit seiner Gartenwirtschaft nach Süden steil ansteigende Weg berührte den Feldhof, zu dessen Ländereien das linksufrige Gesteins gehörte, sowie ab 1841 den Bahnhof Hochdahl.

Düsselabwärts wurden die Talwiesen von der Hundsklippe mauerartig begrenzt. An deren Fuß öffnete sich in einem Felsvorsprung nach Südwesten hin eine kleine Grotte mit türartigem Portal, die Engelskammer (heutige Ostspitze des Busparkplatzes). Im gegenüber liegenden Steilhang öffnete sich etwa 10 m über dem Bach flach elliptisch die größere, dunkle Teufelskammer mit einigen Tropfsteinen. Ihr Portal war von der Hochfläche herab erreichbar.

Dorthin hatte sie auch eine unpassierbare schlotartige Öffnung. Zwischen der Teufelskammer und der Hundsklippe begann die Schlucht des Gesteins, in der die Düssel, nun in nordwestlicher Richtung, ein stark verblocktes Bett durchrauschte.

Nahe der Engelskammer begann durch einen Quellgrund der Aufstieg zur fast 40 m aufragenden Felsmauer des Rabensteins. Sie hing mehr als 5 m nach Nordwesten über und bot einen schwindelerregenden Tiefblick in die hier besonders enge, fast klammartige Schlucht.

Der Rabenstein lag zwischen dem heute so benannten erhaltenen Rest der nordwestlich anschließenden Wandpartie (mit der 1926 rückseitig angebrachten Gedenktafel für Johann Carl Fuhlrott) und den Pfeilern der ehemaligen Lorenbahn des Steinbruchs. Ihm genau gegenüber ragte links der Düssel ein Fels auf, der durch die gleiche Massenkalk-Bank gebildet wurde. Die Gesteinsbänke fallen hier generell um 45° nach Südosten ein und queren die Düssel fast rechtwinklig.

Dieser Enge folgte rechts eine erste Talweitung. Hier überkrustete unterhalb der dolinenartigen Wolfsgrube im Oberhang eine Quelle den felsigen Steilhang mit Kalktuff. Nach einem lauten Katarakt der Düssel öffnete sich links eine weitere, sehr steilwandige Einbuchtung mit ebener, vernässter Sohle.

In der Wand darüber gab es in etwa 20 Metern Höhe ein begehbares Felsband, auf das sich die große Grotte der Feldhofskirche nach Nordwesten öffnete. Einige Meter weiter westlich gewährte ein waagerechter, gut handbreiter Spalt Einblick in die kleine Grotte, die später als Fundort weltbekannt werden sollte. Etwas weiter wurde die Einbuchtung von einer hohen, oben überhängenden und von Efeu überwucherten Felsmauer nach Nordwesten abgeschlossen.

Diesem Felsenrund gegenüber öffnete sich ebenfalls etwa 20 m über der Düssel trichterartig aufgeweitet das untere, 6 m breite Portal der Neanderhöhle, vormals Leuchtenburg genannt. Dieser im Rechtsbogen ansteigende, von Kalksinter überkrustete, ebenmäßige Gang trat nach etwa 30 Metern Länge an der Südwand der Neanderfelsen wieder aus. Wie eine Fortsetzung war dem oberen Portal ein efeuberankter Felsenbogen vorgelagert.

Durch ihn erreichte man die Höhle von oben, das heißt vom Hof Kastein her (heute Steinbruch, zuletzt Kalksteinwerk Neandertal GmbH), so auch die Künstler der Düsseldorfer Kunstakademie, wenn sie hier Feste feierten. Über der Höhle ragte als eine von vielen Felsspitzen der Neandersstuhl auf, ein viel besuchter Aussichtspunkt über die Schlucht, der auch wegen des laut hierhin reflektierten Rauschens der Düssel faszinierte.

Dann öffnete sich der zentrale Felsenkessel mit ebenem, feuchtem, von einzelnen Bäumen beschattetem Grund. Die Düssel floss hier breit und still dahin. Von rechts mündete die Seitenschlucht des Laubachs ein mit Wasserfällen, die durch eine 10–15 m hohe Kalktuff-Terrasse gebildet wurden. In einem älteren Teil der Kalktuffmasse lag nahe der Laubachfälle (s. Wasserfälle in Deutschland) die Löwen- oder Wolfsschlucht, eine verwinkelte Primärhöhle. Ihr gegenüber auf dem linken, südlichen Ufer lag die Grotte Pferdestall.

Im oberen Laubachtal wurden der recht große und alte Kasteiner Steinbruch mit Kalkofen sowie die Kasteiner Mühle betrieben. Von Kastein führte ein guter Weg hinab bis fast an die Wasserfallkante. Im unteren Teil seiner Schlucht erschien der Laubach durch den Rückstau der langsam wachsenden Kalktuff-Terrasse nahezu als stehendes Gewässer.

Der Felsenkessel wurde überragt von dem Felsturm der Kanzel mit großartigem Ausblick und von weiteren Felsgebilden, darunter einer gut 15 m hohen Felsnadel in den südlichen Wänden. Dort gab es auch einen weiteren, weniger besuchten Felsenbogen, die Hohthalspforte.

Die folgende, letzte und unwegsame Felspassage schloss mit dem niedrigen Düsselfall ab. Er markierte den Ausgang der kaum 600 m langen Schlucht. Ab hier war wieder Raum für bewässerte Talwiesen. Nur links setzten sich die schroffen Wände noch 300 m weiter fort bis etwa zur Braumüllerschen Brücke von 1820 am Wandererparkplatz. Beiderseits des unteren Schluchtausganges waren Steinbrüche in Betrieb und nahe der Brücke mehrere Kalköfen, von denen einer (vermutlich der von Gräfin Hatzfeldt, Kalkum), auch bekannt als Feldhofer Kalkofen, als Ruine erhalten ist.

Die Schlucht besaß nach der Schilderung von Bongard (1835) einen beeindruckenden floristischen und faunistischen Reichtum. Auch wegen der Karstphänomene und ihrer mal wuchtigen, mal pittoresken Felsszenerie war sie eines der herausragenden Naturwunder des nordwestlichen Deutschland.

Fund des Neandertaler 1856

Beim Ausräumen von Höhlenlehm stießen im August 1856 zwei italienische Steinbrucharbeiter an der Kleinen Feldhofer Grotte auf 16 Knochenfragmente. Sie wurden zunächst achtlos weggeworfen; als jedoch ein Teil einer Schädelkalotte aufgefunden wurde, zogen der Eigentümer des Steinbruchs, Friedrich Wilhelm Pieper und Mitbesitzer Wilhelm Beckershoff, die Bärenknochen vermuteten, den Lehrer und Naturforscher Johann Carl Fuhlrott aus Elberfeld (heute zu Wuppertal) zu Rate.Fuhlrott interpretierte die Knochenreste als Teile eines Skeletts eines Urzeitmenschen.

Auch der von Fuhlrott hinzugezogene Bonner Anthropologe Hermann Schaaffhausen ging von einem Urzeitmenschen aus, wollte aber Fuhlrotts These von einem eiszeitlichen Wesen anfangs nicht zustimmen. Insgesamt wurden die Schädelkalotte, beide Oberschenkelknochen, der rechte Oberarm mit Speiche, der linke Oberarm mit Elle, ein Fragment des rechten Schulterblattes, das rechte Schlüsselbein, die linke Beckenhälfte und fünf Rippen geborgen.

Das Skelett war vermutlich in der Längenrichtung der Grotte horizontal hingestreckt, mit dem Schädel nach der Mündung gewendet. Aufgrund der fest anklebenden Lehmhülle, die es umgab, wurde das Skelett nicht als solches erkannt und könnte sogar komplett vorhanden gewesen sein.

Erstmals wurde der Fund 1857 von Fuhlrott und Schaaffhausen auf der Generalversammlung des Naturhistorischen Vereins der preußischen Rheinlande präsentiert. Fuhlrotts Interpretation wurde jedoch zu seinen Lebzeiten von der Fachwelt nicht anerkannt, ja sogar vehement abgelehnt oder ins Lächerliche gezogen. Gerade vor dem Hintergrund der neu aufkommenden Evolutionstheorie entflammten starke Kontroversen, die die damalige, Cuvier zugeschriebene Lehrmeinung „L’homme fossile n’existe pas!“ in Zweifel stellten.

So war der berühmte Arzt und bedeutendste deutsche Pathologe seiner Zeit Rudolf Virchow, der sich die Skelettreste 1872 in Fuhlrotts Abwesenheit hat zeigen lassen, der festen Meinung, nur das Skelett eines kranken Mannes jüngeren Datums vor sich zu haben. Seine Interpretation führte dazu, dass die Forschung in Deutschland über Jahrzehnte zum Erliegen kam. Der britische Forscher und Geologe Charles Lyell hingegen, der von den damals bahnbrechenden Theorien seines Freundes und Kollegen Charles Darwin stark beeinflusst war und 1860 auf Einladung Fuhlrotts das Neandertal besuchte, bezog den Neandertaler mit in seine Arbeiten ein und bestätigte Fuhlrott letztendlich.

Wie sich nach späteren Forschungen herausstellte, lebten die Neandertaler im Pleistozän vor circa 130.000 bis 30.000 Jahren. Die Skelettfragmente aus dem Neandertal sind nach neuesten Bestimmungen 42.000 Jahre alt, gehören demnach zu den jüngsten Spuren des Neandertalers in Mitteleuropa.

Diese Spezies wurde 1863/64 von dem irischen Geologen William King nach dem Fundort als Homo neanderthalensis benannt und als Neandertaler weit später ein weltweiter Begriff. Fuhlrott selbst erlebte das nicht mehr, er starb im Jahre 1877, lange vor der endgültigen Anerkennung seiner These. Bereits um 1900 war die Lage der Fundstelle und damit der aus der Höhle heraus geschaufelten Sedimente nicht mehr bekannt. Während der Fund ab dem 19. Jahrhundert Weltruhm erlangte, versank das Neandertal im Schutt der wachsenden Steinbrüche.

Heute ist nicht mehr nachvollziehbar, warum kaum jemand weitere Grabungen und Forschungen angestellt hat, obwohl im Schutt noch weitere Funde zu vermuten waren. Auch die erst 1890 als letzte große Höhle des Gesteins gesprengte Neanderhöhle wurde nie eingehend untersucht. Vermutlich wurden 1895 von dem Düsseldorfer Archäologen Oscar Rautert in einer bereits zerstörten Höhle am nördlichen Düsselufer Skelettreste eines weiteren Neandertalers entdeckt, aber auch hier fand keine eingehende Untersuchung statt. Dieser Fund gilt seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen.


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