Handwerk

Handwerk / Historie

Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht. So lautet der Slogan, mit dem das Handwerk heute wirbt.

Bis dahin hat das Handwerk einen sehr langen Weg hinter sich. Zu Beginn stand die Verarbeitung von Lebensmitteln, die Herstellung von Kleidung, Geräten und Bauten aus Holz lediglich für den eigenen Bedarf. Die einzigen Ausnahmen waren die Steinhauer und Baumeister, die sich mit ihrer Kunst über Grenzen hin weg bewegten. Dies hatte zur Folge, dass sich die Stilentwicklungen der jeweiligen Handwerker verbreiteten.

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Erst als im Hochmittelalter die Bildung der Städte begann verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Verkauf der angefertigten Waren. Die Waren der einzelnen handwerklichen Könner wurden auf Märkten aber auch in den Werkstätten angeboten. Aufgrund dieser Veränderung wurde die Ware nicht nur für Aufträge sondern auch für eine stete Produktion gefertigt. Die kulturelle Entwicklung spiegelte sich auch in den Arbeiten wieder.

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Das Handwerk wurde durch künstlerische Elemente verfeinert, was besonders bei der Goldschmiede und der Zinngießerei zu sehen war.

Aber auch die Arbeitsmittel veränderten sich im Laufe der Zeit. Schmiede  oder Töpfer benötigten schon damals eine umfangreichere Ausrüstung. Dieser Wandel im Bereich der Arbeitsmittel revolutionierte sich nochmals durch die Technisierung. Der Einsatz von Maschinen und technischen Hilfsmitteln erreichte nun alle Bereiche des Handwerks. Bis heute unterliegen alle Handwerke einer immerwährenden Modernisierung und Anpassung an Bedarf und auch Möglichkeiten.

Bis auf wenige, vom Zunftzwang befreite Meister, schlossen sich die Handwerker gegen Ende des Mittelalters zu selbstverwalteten Zünften ihres Gewerkes zusammen. Seither wurden auch die Vorgaben durch die Handwerksrolle der jeweiligen Zeit und politischen Situation angepasst. Interessante und Detaillierte Informationen zum historischen Handwerk  kann man heute noch auf mittelalterlichen Märkten und bei Vorführungen in einem der zahlreichen Museumsdörfer erhalten und dort das alte Handwerk bewundern.