Langenselbold

Langenselbold – Informationen Langenselbold – Unternehmen Langenselbold

 

Das Foto basiert auf dem Bild "Bruder Diebacher Hofmühle" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Reiner Erdt.

Bruder Diebacher Hofmühle, Urheber Reiner Erdt.

Herzlich willkommen auf der Seite über Langenselbold. Der im Bundesland Hessen liegende Ort erstreckt sich über eine Fläche von 26,25 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl von Langenselbold liegt momentan bei ungefähr 13.421 womit die durchschnittliche Einwohnerzahl pro Kilometer bei 511 liegt. Hier gilt das Autokennzeichen MKK. Der Verwaltungssitz von Langenselbold befindet sich Schloßpark 2, 63505 Langenselbold.

Zu erreichen ist diese auch über die Domain www.langenselbold.de. Der zuständige Regierungsbezirk für Langenselbold ist der Regierungsbezirk Darmstadt. Langenselbold grenzt an Ronneburg, Gründau, Hasselroth, Rodenbach, Erlensee und Neuberg.

Auf dieser Seite über Langenselbold finden Sie nicht nur geschichtliche Informationen oder die Chronik von Langenselbold, sondern auch die von uns empfohlenen Unternehmen aus der umliegenden Region. Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die evangelische Kirche, das Langenselbolder Schloss und das historische Gasthaus ‚Zum Goldenen Engel‘ machen Langenselbold noch weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt.

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Weitere Informationen finden Sie auch über www.langenselbold.de. Erreichen können Sie Langenselbold über gängige Verkehrswege. Der Gemeindeschlüssel lautet 06 4 35 017. Die Gemeinde Langenselbold liegt auf einer Höhe von 120 – 200 Metern über dem Meeresspiegel. Über die Koordinaten: 50° 11′ 0″ N, 9° 2′ 0″ E ist Langenselbold auch erreichbar. Desweiteren bestehen Partnerschaften von Langenselbold mit Mondelange in Frankreich und mit Simpelveld in den Niederlanden.

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Suchen Sie eine Arbeitsstelle, planen eine Umschulung oder einen Berufswechsel? In unserem Stellenmarkt finden auch Sie die passenden Stellenangebote ( Stellenmarkt Langenselbold ). Auch für Sparfüchse empfehlen wir Ihnen Unternehmen und Angebote aus dem ganzen Landkreis und auch aus Langenselbold ( Sonderangebote Langenselbold ).

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Wo knüpft man schon besser Kontakte als auf einem Event? Ob Discos, Partys, Events, Messen, Ausstellungen oder Märkte, die Veranstaltungen Langenselbold finden Sie immer brandaktuell in unserem Veranstaltungskalender ( Veranstaltungen Langenselbold ) der auch für den gesamten Landkreis gilt.

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Langenselbold ist eine Stadt im Main-Kinzig-Kreis und liegt im Osten von Hessen im Kinzigtal zwischen Gelnhausen und Hanau. In Hessen und benachbarten Bundesländern ist Langenselbold aus dem Verkehrsfunk bekannt, da sich hier die A 45 und die A 66 am ‚Langenselbolder Dreieck‘ kreuzen und es hier daher häufig zu Staus kommt.

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Langenselbold liegt am Rande des Kinzigtals (NSG). Der nordöstliche Teil der Stadt liegt am Weinberg. Durch Langenselbold fließt die Gründau, die bei Langenselbold in die Kinzig mündet. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt liegen die künstlich angelegten Gewässer Ruhlsee und der Kinzigsee, der intensiv für Freizeitaktivitäten genutzt wird.

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Langenselbold grenzt im Norden an die Gemeinde Ronneburg, im Osten an die Gemeinden Gründau und Hasselroth, im Süden an die Gemeinde Rodenbach sowie im Westen an die Gemeinden Erlensee und Neuberg.

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Langenselbold besitzt keine offiziellen Stadtteile. (Umgangssprachlich wird der Ort mitunter noch in Oberdorf und Hinserdorf getrennt; historisch und politisch wird Langenselbold jedoch als eine geschlossene Ortschaft aufgefasst.)

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Die erste urkundliche Erwähnung von (Langen-) Selbold datiert ins Jahr 1108. Damals gründete der dem Adelsgeschlecht der Reginbodonen entstammende Graf Dietmar von Selbold-Gelnhausen das Kloster Selbold. Durch seine den Ludowingern und Wettinern nahe stehende Gattin Adelheid kam Dietmar zu Besitz in Thüringen, insbesondere in Camburg und weiteren Orten im heutigen Saale-Holzland-Kreis.

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Auf Nachkommen des Ehepaares gehen dort die Gründungen mehrerer Burgen und Klöster zurück. Der – obwohl mit den Saliern verwandt – kaiserfeindlich gesinnte Graf Dietmar fiel wahrscheinlich 1115 in der Schlacht am Welfesholz. Statuen Dietmars von Selbold, seiner Gattin Adelheid und seines Sohnes Timo stehen unter den berühmten Stifterfiguren im Naumburger Dom und prägen – folgt man auch hier den Forschungen von Wolfgang Hartmann (siehe unter Literatur) die politische Programmatik dieses genialen Skulpturenzyklus.

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Die Selbolder Bürger bezeichnet man seit Jahrhunderten als Selbolder Raal. Zu erwähnen ist ebenfalls der Selbolder Bachtanz in der Furth zwischen Hinserdorf und Marktplatz.

Die Gebäude des von Graf Dietmar in Selbold gegründeten Klosters wurden später von den Ysenburgern erworben, die dort 1727 das Langenselbolder Schloss errichteten, welches heute unter anderem die Stadtverwaltung beherbergt. Die Stadtrechte erhielt Langenselbold im Jahr 1983 verliehen.

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Das Langenselbolder Wappen hat die Grundfarbe blau. Darauf dargestellt sind ein kugelendiges, gelbes Kreuz, das mit einem silber-schwarz gestreiften Schild belegt ist. Das Kreuz und das Schild sind von einem schwebenden silbernen Rahmen umgeben.

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Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die evangelische Kirche, eine sogenannte Querkirche, die von 1727 bis 1735 erbaut wurde. Sie bildet gemeinsam mit dem barocken Langenselbolder Schloss und dem dazu gehörenden Schlosspark das Schlossensemble. Heute beherbergt das Schloss die Stadtverwaltung, ein Jugendzentrum, ein Kongresszentrum sowie das Heimatmuseum.

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Ein weiterer Ort kultureller Veranstaltungen ist die Klosterberghalle. Das historische Gasthaus ‚Zum Goldenen Engel‘, nach dem derzeitigen Eigentümer auch Peruth (sprich: Perrut) genannt, am Marktplatz ist ein sehenswerter Fachwerkbau. Auf rund 300 m² Ausstellungsfläche beschäftigt sich das Langenselbolder Heimatmuseum mit der Geschichte der Stadt.

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In den beiden unteren Räumen werden Exponate aus der Landwirtschaft, dem Handwerk sowie aus Ausgrabungen in der Gemarkung Langenselbold bis zurück ins Jahr 1000 v. Chr. gezeigt. Das obere Stockwerk ist dem Haushalt des ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gewidmet. Außerdem ist ein Kaufladen aus der Zeit um 1900 ausgestellt.

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Langenselbold liegt im östlichen Rhein-Main-Gebiet, und ist am Langenselbolder Dreieck an das deutsche Autobahnnetz angebunden (A 45 Sauerlandlinie Aschaffenburg-Ruhrgebiet und A 66 Wiesbaden-Frankfurt-Fulda).

Am Bahnhof von Langenselbold (der 2 km südlich des Ortskern liegt) halten Nahverkehrs- und Eilzüge auf der Bahnstrecke Frankfurt-Fulda.

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Nach dem 2. Weltkrieg zogen zunächst vorwiegend Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten zu. Auch danach entschieden sich zahlreiche Neubürger für Langenselbold als Wohnort, so dass die Stadt heute rund 13.000 Einwohner zählt.

Größere ansässige Unternehmen sind ThermoFisher Scientific (ehemals Kendro Laboratory Products GmbH), die Firma Schwab mit einem Versandlager sowie die Firma Möbel Höffner (ehemals Möbel Walther) mit einem Hochregallager. Daneben gibt es zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen.

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Langenselbold besitzt einen eigenen Segelflugplatz, von dem aus Rundflüge über das Kinzigtal unternommen werden können. Zu den ortsansässigen Vereinen gehören u.a. der Tennisclub TC 77, der Radsportclub 1911, der Ballsportverein, der Turnverein 1886 sowie ein Tischtennisverein namens TG Langenselbold 1953, der Schachclub 1929 und die Spvgg 1910 Langenselbold.

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Das kulturelle Angebot wird in Langenselbold sehr groß geschrieben und überwiegend in entsprechenden Vereinen betrieben. Dazu gehören z.B. Musikvereine und die Gesangsvereine „Eintracht“, „Sängerlust“ und der „Volkschor“.

Die medizinische Versorgung wird durch die Kliniken der Stadt Hanau (Klinikum Hanau und St. Vinzenz-Krankenhaus) sowie durch das Stadtkrankenhaus in Gelnhausen gesichert.

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Ebenfalls gibt es in Langenselbold ein Dialysezentrum, in dem Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen ansässig sind sowie die Möglichkeit einer stationären Behandlung besteht.

Seit 2003 besteht in Langenselbold der komfortabel und gemütlich eingerichtete Seniorenwohnpark Kinzigaue.

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Das Kloster Selbold ist ein ehemaliges Prämonstratenserkloster und befindet sich in Langenselbold. In einer Urkunde von 1108 wird eine auf dem Gelände des Wohnsitzes von Graf Dietmar oberhalb der Kinzig bei „Selboldt“ gelegene und Johannes dem Täufer geweihte Kirche genannt, an der er Kleriker nach der Regel des heiligen Augustinus unter Leitung des Priesters Rabenuld ansiedeln wolle. Als neuer Wohnsitz der dem Adelsgeschlecht der Reginbodonen angehörigen Familie Dietmars entstand eine Burg im nahen Gelnhausen.

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Statuen Dietmars von Selbold, seiner Gattin Adelheid und seines Sohnes Timo befinden sich – so Wolfgang Hartmann – unter den berühmten Stifterfiguren im Naumburger Dom. Die Beziehungen Dietmars in den sächsisch-thüringischen Raum (insbesondere zu Naumburg (Saale), Camburg und (Bad) Klosterlausnitz entstanden durch seine wahrscheinlich den Ludowingern angehörende Gattin Adelheid, der er die Klosterstiftung in Selbold widmete.

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Papst Paschalis II. nahm die Stiftung in seinen Schutz. Aufgabe der Kleriker waren Altardienst und Seelsorge, Unterweisung in den umliegenden Siedlungen und Kolonisation. Sie lebten ehelos, mit gemeinsamem Besitz, gehorsam Vorsteher, Bischof und Papst. Eine Papsturkunde von 1139 nimmt zur Frage der Ordenszugehörigkeit noch keine Stellung, bestätigt dem Stift lediglich Privilegien und Besitz des Peters-Pfarrei in Selbold und von Weingütern in Eltville und bindet die Chorherren ausdrücklich an ihre Gehorsamspflicht gegenüber dem Erzbischof von Mainz, „sofern dieser die Gnade des heiligen Stuhles habe“.

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1143 schenkte König Konrad II. einen bisher reichslehnbaren Zehnten an „Luitold, den Propst der Kirche Johannes des Täufers bei Selbold“. 1151 wurde die Stiftung unter dem Abt Gerhard in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Heinrich erwähnt: Dieser nahm sie in seinen Schutz und unterstellte ihr außer der Peters-Kirche in Selbold die Kirchen St.Maria und St.Peter in Gelnhausen sowie Kapellen in Mittlau, Gondsroth und Hüttengesäß mit allem, was dazugehörte.

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Im Kampf um seine Selbständigkeit und seinen Einfluss begab sich das Stift 1158 in päpstlichen Schutz und wurde vom Einfluss des Mainzer Stiftes Maria ad Gradus eximiert. Die Statuten des Kanoniker-Ordens, in Gottesfurcht und nach der Regel des heiligen Augustinus zu leben, wurden interpretiert als Regel der Prämonstratenser. Selbold stand zunächst unter der Paternität der Abtei Steinfeld in der Eifel, später wurde es als Tochter des Klosters Prémontré bezeichnet. Der Anschluss Selbolds an den Orden muss in Nachfolge zu der 1135 erfolgten Stiftung des Prämonstratenser-Stiftes Wadgassen an der Saar durch Gisela, die Enkelin von Graf Dietmar von Selbold, und ihren Ehemann Graf Friedrich von Saarbrücken gesehen werden.

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Im ausgehenden Mittelalter stand das Stift als Machtfaktor im unteren Kinzigtal, da mit weit verstreutem Besitz bis in den Rheingau und geistlicher Hoheit über das Nonnenkloster Konradsdorf, 1191 gegründet, und ein weiteres Tochterkloster, das aus der für Prämonstratenser anfänglich typischen Doppelung von Männer- und Frauen-Klöstern hervorgegangen war, 1151 nach Tiefenthal im Rheingau und 1173 nach Meerholz auf der anderen Seite der Kinzig verlegt worden war.

Ein beeindruckendes Zeichen klösterlicher Macht findet sich im nahen Gelnhausen, über das der Abt die archidiakonale Gewalt ausübte: Während die Bürger Gelnhausens sich eine Peters-Kirche wünschten wie in Selbold, bestand der Abt auf einer Maria, der Schutzpatronin des Ordens, geweihten Kirche. In der Auseinandersetzung blieb das Kloster Sieger: 1220–1238 ließen die geistlichen Herren die Marien-Kirche bauen. Die Reichsstadt entwand sich der Jurisdiktion des Abtes, wurde 1404 aus dem Archidiakonat Selbold ausgegliedert und dem Dekanat Roßdorf (Bruchköbel) unterstellt. Der Stiftsbezirk wurde 1472 weiter eingegrenzt auf die Dörfer und Siedlungen Selbold, Baumwiesen, Bruderdiebach, Lindenloh, Hüttengesäß, Wiedermus und Gründau, während die Siedlungen im Kinzigtal dem Tochterkloster Meerholz unterstellt wurden.

Die Gründerfamilie des Grafen Dietmar von Selbold bzw. von Gelnhausen – wurde über die von Hardeck und die von Büdingen schließlich beerbt von denen von Isenburg. Infolge eigener Ohnmacht musste das Stift einen Stiftsvogt annehmen; durch die Machtkonstellation kamen nur die Herren von Isenburg infrage. Im Jahre 1372 plünderten die Isenburger Grafen Heinrich und Johann das Kloster unter dem Vorwand, nicht ausreichend die ihnen zustehende Atzung, Speise, Trank und Nachtlager, erhalten zu haben, wobei sie alle Wertgegenstände, besonders die gottesdienstlichen Geräte, mitnahmen. Dieser Handstreich wurde von Freunden des Grafenhauses und später von reformatorischen Eiferern als von oben erzwungene Reform des Klosterlebens angesehen, die geistlichen Herren in Selbold und Mainz sahen den Fall allerdings anders und in den Grafen von Isenburg mit Recht Raubritter, die sich nach kirchlichem und öffentlichem Recht schuldig gemacht hätten, und verklagten sie.

In Mainz wurde der Kirchenbann über die Grafen verkündet, das Gericht verurteilte die untreuen Vögte zur Herausgabe der geraubten Güter und zu zusätzlicher Strafe. Die Angelegenheit verlief im Sande: der Bann gegen die Kirchenräuber wurde wegen der Zusage der Genugtuung aufgehoben, aber die geraubten Güter kamen nie in das Kloster zurück. Die Bevölkerung hat diesen Machtkampf teilnahmslos hingenommen: sie war selbst viel zu sehr vom Grafen abhängig, als dass sie es hätte wagen können, gegen ihn Partei zu ergreifen. Eine Reform hat diese Stiftsfehde nicht gebracht.

Luthers Lehre fand in den Isenburger Landen schnell Eingang. Die Landesherren ließen Pfarrer und Gemeinden gewähren, die Konventualen setzten der neuen Lehre keinen Widerstand entgegen, sie scheinen sie oft selbst übernommen zu haben. Dass 1525 aus der näheren Umgebung Bauern kamen und das Kloster plünderten, beschleunigte nur noch seien Verfall. Durch Berufung auf die Ahnen, die das Kloster einst gestiftet hatten, hielten sich die Isenburger für berechtigt, die Auflösung des Klosters zu betreiben. Anfang 1543 übernahmen sie die Klostergüter. Da sämtlicher Grundbesitz des Klosters im Territorium des Landesherrn Anton von Isenburg lag; nahm dieser Häuser und Güter, Äcker, Wiesen, Wälder und alle damit in Zusammenhang stehenden Rechte des Klosters gegenüber den Dorfbewohnern sowie die geistlichen Rechte in seinen Landen an sich. Der Abt Konrad Jäger verzichtete am 28. Februar 1543 zu Gunsten des Magistrats von Gelnhausen auf seine Rechte an der dortigen Marien-Kirche.

Das Ende des Stiftes wurde sichtbar dokumentiert dadurch, dass er das Klostersiegel zerbrach und jedem Vertragspartner – Graf und Bürgermeister – eine Hälfte aushändigte. Der Abt setzte sich mit einer jährlichen Pension von l00 Gulden sowie einem gewissen Deputat an Naturalien in Gelnhausen zur Ruhe, wo er 1572 starb. Die übrigen zehn Konventualen bekamen eine Abfindung von zusammen 1 200 Gulden. Das musste ihnen reichen, um im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen und sich möglicherweise in einem Pfarrhaus einzurichten. 1543 blieb nur einer im Kloster zurück: Konrad Höhn, der erste Pfarrer der nun evangelischen Gemeinde.

1546 wurde das Kloster zur gräflichen Domäne. Neben der alten Pfarrkirche St.Laurentius und St.Peter an der Gründau mit der Marien-Kapelle auf dem Totenhof stand der Gemeinde noch die ehemalige Stiftskirche auf dem Klosterberg offen. Diese lag abseits und wurde immer weniger genutzt. Es dauerte mehr als 150 Jahre, bis das frühere Kloster einer neuen Verwendung zugefügt wurde. Graf Wolfgang Ernst III. von Isenburg-Birstein hat das Erscheinungsbild des Ortes grundlegend verändert durch den Neubau eines Schlosses und einer Kirche auf dem Klosterberg an Stelle des alten Prämonstratenser-Stiftes.

Der Baudirektor der Hanauer Grafen, Christian Hermann, sollte für den zweitgeborenen Sohn des Grafen ein repräsentatives Schloss bauen: er ließ ab 1725 die Klostergebäude dem Erdboden gleichmachen und das Areal für das neue Schloss Langenselbold abstecken, die sich von der Höhe des Klosterberges bis weit in die Kinzigaue erstrecken sollte. Am 23. Mai 1727 war Grundsteinlegung zur neuen Kirche am dorfseitigen Hang des Klosterberges. Am 7. September 1735 konnte die neue Kirche – weniger Hofkirche als Gemeindekirche, aber mit einem herrschaftlichen Stand ausgestattet – im Beisein der gräflichen Familie und vieler Gäste geweiht werden.

Die Kirche auf dem Klosterberg, der die Erinnerung an Roßdorfs Klosterzeit wach hält, ist heute evangelische Gemeindekirche. Im Schlosspark wurde 1969 die römisch-katholische Pfarrkirche „Mariä Namen“ errichtet. Die beiden Schloss-Gebäude sowie die Nebenbauten wurden im 20. Jahrhundert von der Gemeinde bzw. Stadt Langenselbold erworben und beherbergen heute unter anderen die Stadtverwaltung Langenselbold.


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