Deizisau

 

Deizisau – Stadt Deizisau – Informationen Deizisau – Unternehmen Deizisau

Das Foto basiert auf dem Bild "Altes Rathaus" aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Dravot.

Altes Rathaus, Urheber Dravot.

 Herzlich willkommen auf der Seite über Deizisau. Der im Bundesland Baden-Württemberg liegende Ort erstreckt sich über eine Fläche von 5,2 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl von Deizisau liegt momentan bei ungefähr 6.532 womit die durchschnittliche Einwohnerzahl pro Kilometer bei 1.263 liegt. Hier gilt das Autokennzeichen ES. Der Verwaltungssitz von Deizisau befindet sich in der Am Marktplatz 1, 73779 Deizisau.

Zu erreichen ist diese auch über die Domain www.deizisau.de. Der zuständige Regierungsbezirk für Deizisau ist der Regierungsbezirk Stuttgart. Deizisau grenzt an Altbach, Plochingen, Wernau, Köngen, Denkendorf und Esslingen.

Auf dieser Seite über Deizisau finden Sie nicht nur geschichtliche Informationen oder die Chronik von Deizisau, sondern auch die von uns empfohlenen Unternehmen aus der umliegenden Region.

Desweiteren bestehen Partnerschaften von Deizisau mit Neukieritzsch in Sachsen.

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Weitere Informationen finden Sie auch über www.deizisau.de. Erreichen können Sie Deizisau über gängige Verkehrswege. Der Gemeindeschlüssel lautet 08 1 16 014. Die Gemeinde Deizisau liegt auf einer Höhe von 270 Metern über dem Meeresspiegel. Über die Koordinaten: 48° 42′ 48″ N, 9° 23′ 21″ E ist Deizisau auch erreichbar.

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Die Gemeinde Deizisau ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen mit etwa 6.500 Einwohnern. Sie liegt am Neckar zwischen den Städten Plochingen und Esslingen, etwa 20 Kilometer südöstlich der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart.

Deizisau liegt am nördlichen Hang des Neckartals in der Nähe des Plochinger „Neckarknies“. An der Westgrenze der Gemarkung Deizisau mündet die Körsch in den Neckar, im Osten gehört zur Gemarkung ein Teil des Waldes Plochinger Kopf.

Zur Zeit seiner Besiedlung im 8. Jahrhundert gehörte das Land der heutigen Gemarkung Deizisau dem Kloster Lorsch an der Bergstraße. Erstmals erwähnt als Dizinsowe wurde das Dorf im Jahr 1268 in einer Urkunde des Klosters Sirnau.

Damals stand auf der Gemarkung Deizisau die Körschburg, deren Raubritter häufig Kaufleute auf der Handelstraße durch das Neckartal überfielen. Sie wurden von den Württembergern 1292 vertrieben und die Burg zerstört.

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Das Dorf Deizisau selbst gehörte damals einer Patrizierfamilie der Reichsstadt Esslingen und gelangte im Jahr 1411 durch Kauf in den Besitz des Esslinger St. Katharinen-Spitals. 1495 wurde die alte Deizisauer Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen und die neue, heutige evangelische Kirche erbaut. Der als Wehrturm ausgeführte Kirchturm wurde dabei von der alten Kirche übernommen.

Um 1600 betrug die Einwohnerzahl ca. 150. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wüteten zunächst die Pest, die 1608 31 Menschen hinwegraffte, danach die Söldnerheere des Dreißigjährigen Kriegs. An dessen Ende waren noch 30 Menschen in Deizisau am Leben.

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Hatte Deizisau seit dem Mittelalter zum Herrschaftsbereich der Reichsstadt Esslingen gehört, so wurde es 1803 aufgrund der Neuordnung Deutschlands durch Napoleon als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses und der damit verbundenen Mediatisierung württembergisch.

Im 19. Jahrhundert blieb Deizisau zwar von Kriegszerstörungen verschont, litt dafür aber mehrfach unter schweren Hungersnöten. Nur kurze Zeit nach dem Ende der Napoleonischen Kriege kam es 1816 in Folge eines Vulkanausbruchs in Indonesien zu einer weltweiten Klimakatastrophe, dem sogenannten Jahr ohne Sommer.

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In Deizisau regnete es 75 Tage hintereinander, Hagel verwüstete die Felder und die kümmerliche Ernte konnte zum Teil erst nach Weihnachten eingefahren werden. Die Folge war eine der bittersten Hungersnöte der Deizisauer Geschichte.

Weitere schlimme Missernten folgten in den Jahren von 1852 bis 1855. Insgesamt 135 Bürger verließen in diesen vier Hungerjahren den Ort, um in die Vereinigten Staaten auszuwandern. An die Hungersnöte des 19. Jahrhunderts erinnert heute noch die im Jahr 1833 im Rotfeld auf der Anhöhe zwischen Deizisau und Köngen gepflanzte Hungerlinde.

1845 wurde in Deizisau ein erstes Schulhaus (heute ein Kindergarten) errichtet, 1908 ein neues in der Bismarckstraße gebaut. In dem stark erweiterten Gebäudekomplex befindet sich heute die Grund- und Hauptschule.

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1928 wurde Sirnau, das bis dahin zur Deizisauer Gemarkung gehörte, an Esslingen gegen eine jährliche Rentenzahlung abgetreten. Die Zeit des Nationalsozialismus endete für Deizisau am 22. April 1945 mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen.

In den Nachkriegsjahren entwickelt sich der Ort von einem noch stark durch Landwirtschaft geprägten Dorf zu einer Kommune mit sehr viel Industrie, der es auch während der Kommunalreform der siebziger Jahre gelang, ihre Selbstständigkeit zu bewahren.

Dies konnte nicht zuletzt durch das ausgeprägte kommunale Selbstbewusstsein ihrer Bürger erreicht werden, das auch im 1990 am Marktplatz errichteten neuen Rathaus zum Ausdruck kommt.

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Die Reformation wurde in Deizisau 1532 eingeführt. Erst seit 1960 gibt es auch wieder eine katholische Kirche im Ort.

Der aus der Sicht des Betrachters linke Wappenteil (die fachsprachliche Beschreibung der Heraldik spricht dagegen vom rechten Wappenteil) zeigt die Fahne der Pfalzgrafen von Tübingen. Sie stammt vom Esslinger St. Katharinen-Spital, in dessen Besitz sich für mehrere Jahrhunderte nicht nur Deizisau befand, sondern auch die von den Tübinger Pfalzgrafen übernommenen Dörfer Möhringen und Vaihingen a. d. Fildern.

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Die Herkunft und Bedeutung des Entenfußes in der rechten Hälfte des Wappens sind dagegen unbekannt. Die Farben des Wappens, Rot und Gold, sind die Farben der Esslinger Patrizierfamilie Burgermeister von Deizisau, zu deren Eigentum Deizisau im Mittelalter einige Zeit lang gehörte.

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Deizisau hat eine gute Anbindung an das Verkehrsnetz durch den direkten Zugang zur S-Bahn Stuttgart (Haltestellen Altbach und Plochingen), die Bundesstraße B 10, die Nähe zur Autobahn A 8 und die Neckar-Schifffahrt.

In Deizisau gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Die Volkshochschule Esslingen besitzt in Deizisau eine Nebenstelle.

Deizisau beherbergt das Württembergische Polizeimuseum.

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Beliebt ist das jährliche Deizisauer Hauptfest mit Kinderfest. Seit 1924 wird dieses Fest ausgerichtet, heute immer von einem Verein oder einer Vereinsabteilung am Wochenende vor den Sommerferien. Während dieser Zeit werden Straßen für die Vereinsumzüge gesperrt und auf dem Festplatz gibt es ein Bierzelt und andere Volksfestaktivitäten. Höhepunkt ist ein musikalischer Auftritt am Samstagabend, wo 2004 auch die bekannte Band Die Prinzen auftrat. Den Abschluss am Montagabend bildet traditionell der Lampionumzug zum Alten Rathaus.

Am zweiten Adventssonntag wird in Deizisau ein Weihnachtsmarkt veranstaltet.

Seit 1997 findet jährlich zur Osterzeit unter der Leitung von Sven Noppes das größte Schachturnier Deutschlands statt: Die Schachfreunde Deizisau veranstalten dann das Internationale Neckar-Open. Daran nahmen bereits etliche namhafte Schachgroßmeister wie Rustam Kasimdzhanov (Weltmeister 2004), Zhu Chen (Weltmeisterin 2001) und Lewon Aronjan (Weltpokal-Sieger 2005) teil. Seit 2006 wird in Deizisau auch im Herbst ein offenes Schachturnier ausgetragen.

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Das Kloster Lorsch ist eine ehemalige Benediktiner-Abtei, am Ortsrand von Lorsch, im südhessischen Kreis Bergstraße (Deutschland). Es wurde im Jahr 764 gegründet und bestand 468 Jahre, bis es 1232 dem Erzstift Mainz einverleibt wurde. Im frühen Mittelalter war es ein Geistes- und Kulturzentrum des Fränkischen Reiches.

Die Tor- oder Königshalle ist das einzige vollständig erhaltene Baudenkmal der Karolinger-Zeit und gehört zu den bedeutendsten Relikten vorromanischer Architektur in Deutschland. Berühmt sind die heute weltweit verstreuten Werke der Klosterbibliothek. Das Kloster Lorsch (Abtei und Altenmünster) ist seit 1991 Weltkulturerbe der UNESCO.

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Urkundlich sind folgende Namen belegt: im 9. Jahrhundert Lorishaim, im 9. und 11. Jahrhundert Loresham, im 9. bzw. 10. Jahrhundert Laurishaim, im 10. Jahrhundert Laresham, im 10. bis 12. Jahrhundert Lareshaeim und Lauresheim, im 11. und 12. Jahrhundert Lauresham, im 11. Jahrhundert Larsem und Loraszam und Lorozam und Lorisham, im 12. Jahrhundert Laurisca und Laurisham und Laureshan und Loressam und Lorisheym und Lorscheim und Lors.

Das Kloster wurde, laut dem Lorscher Codex, als adeliges Eigenkloster von dem Robertiner Cancor (Graf in Alemannien bis 758 und bis zu seinem Tod 771 Graf im Rheingau) und seiner Mutter Williswinth an der Weschnitz gegründet. Die Kirche und die ersten Klosterbauten aus Holz lagen auf dem Gelände der heutigen Ruine Altenmünster.

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Noch existierende Urkunden legen den Schluss nahe, dass es schon vor 764 hier eine Kirche gab, die von der oben genannten Grafenfamilie erbaut und die dem heiligen Petrus geweiht wurde. Diese Kirche wurde vermutlich zum Zweck der Familiengrablege zu einem Kloster erweitert und 764 dem Bischof Chrodegang von Metz (einem Verwandten von Williswinth und Cancor) zum persönlichen Besitz übereignet.

Der Bischof hatte enge Verbindungen zu Hausmeier Pippin, war päpstlicher Legat und führender Kopf der fränkischen Kirchenneuorganisation. Somit hatte die Klostergründung Bestand, das Kloster blieb im Familienbesitz und die benachbarten Bischöfe von Worms und Mainz hatten keinen Zugriff auf das Kloster.

Ab 764 hielten sich hier schon Mönche aus Gorze auf, die von Chrodegang entsendet wurden. Chrodegang führte, wie auf seiner Eigengründung, Kloster Gorze, die benediktinischen Regeln ein. Auf die Bitte von Chrodegang um Reliquien für das Kloster übergab Papst Paul I. die Gebeine des heiligen Nazarius, die am 11. Juli 765 eintrafen. Das Kloster erhielt damit als eines der Ersten im Frankenreich vom Papst einen römischen Heiligen zum Geschenk.

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Die Abtei erhielt damit vermehrt Schenkungen, die Zahl der Pilger nahm sprunghaft zu. Dies mag ein Grund gewesen sein, einen Kirchenneubau ab 765 zu beginnen. In diesem Jahr wurde Gundeland, ein Bruder von Chrodegang, Abt von Lorsch.

Auf einer Anhöhe unweit des alten Standorts (Altenmünster), auf dem heute noch erkennbaren Klostergelände, wurde die neue Kirche gebaut. Das Land wurde der Abtei von Thurinkbert, einem Bruder von Graf Cancor, geschenkt. Als Chrodegang im März 766 starb hatte das Kloster 16 Mönche.

Die Umwandlung von einem Eigenkloster zu einem Reichs- und Königskloster wurde von Cancors Sohn Heimerich verursacht. Als Cancor 771 starb, erhob Heimerich Besitzansprüche auf das Kloster. Der Abt Gundeland zog daraufhin vor das Hofgericht von Karl dem Großen. Dort bekam der Abt die Abtei als Eigenbesitz zugesprochen.

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Um weitere Übergriffe des Adels und der benachbarten Bischöfe auf die Abtei zu verhindern, übertrug Gundeland die Abtei an Karl den Großen. Dieser nahm die Abtei unter seinen Schutz. Die Abtei erhielt damit das Recht, seine Äbte frei zu wählen und erhielt die Immunität.

In der Reichsorganisation hatte die Abtei den Königsdienst (servitium regis) zu leisten und sorgte für die Binnenkolonisation. In diesem Kontext muss die Schenkung von Karl dem Großen gesehen werden, der im Jahre 773 und 774 die Mark Heppenheim und die villa Oppenheim übereignete. In der Tradition des ewigen Gebetes (in der Anfangszeit des Klosters für die Familien der Besitzer und des zahlungskräftigen Adels) forderte Karl der Große die Mönche auch auf, für die Königsfamilie und das Reich zu beten.

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Im Jahr 774 wurde die neue Klosterkirche fertiggestellt. Der Abt Gundeland lud Karl den Großen zur Weihe ein, der sich in Speyer aufhielt. Der kam gerade aus Italien zurück, wo er die Langobarden besiegt hatte.

Er reiste mit dem Bischof (später Erzbischof) von Mainz Lullus und weiteren Bischöfen nach Lorsch. Lullus nahm die Kirchweihe vor und überführte die Reliquien des heiligen Nazarius in die neue Kirche. Spätestens seit 774 wird es auch erste Gebäude der Königspfalz gegeben haben, die insbesondere von Karl dem Großen und später Ludwig dem Deutschen häufig besucht wurde.

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Eine weitere wichtige Aufgabe kam der Abtei ab dem vierten Abt Richbod zu, der ein bedeutendes Skriptorium aufbaute. Im selben Jahrhundert ist dem Skriptorium auch eine Schule angeschlossen, somit entwickelt sich daraus die weithin bekannte Klosterbibliothek des Hochmittelalters. Richbod ist vermutlich seit 775 im Kloster als Urkundenschreiber belegt. Er erhielt seine Ausbildung am Hofe von Karl dem Großen bei Alkuin.

Es ist zu vermuten, dass er durch seine Nähe zum Königshof 784 zum Abt gewählt wurde und zwischen 791 und 793 in Personalunion auch Erzbischof von Trier war. Als solcher gehörte er zum engeren Gelehrtenkreis (Pseudonym: Macharius) am Königshof um Karl und Alkuin. Das Kloster hatte dadurch eine bedeutende Rolle für die Bücherproduktion und damit auch für die Bildungsreform im fränkischen Reich.

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Weiterhin ließ Richbod die ecclesia triplex errichten. Dies war eine weitere kleine Kirche die im Zusammenhang mit dem Bau der ersten Konventsgebäude aus Stein gesehen werden muss. Weiterhin befestigte Richbod das Kloster mit einer Steinmauer.

Durch Schenkungen, die im wesentlichen vom örtlichen Adel stammten, dehnte sich der Grundbesitz der Abtei in den folgenden Jahrhunderten stark aus. Die Schenkungen kamen hauptsächlich aus dem Wormsgau, dem Lobdengau und dem Oberrheingau.

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Weitere Schenkungen kamen aus dem Kraichgau, dem Speyergau und in geringeren Maße aus dem Lahngau, der Wetterau (Wettereiba), dem Niddagau, dem Maingau, dem Anglachgau (südöstlich von Speyer), dem Ufgau (südöstlich von Speyer), der Wingertland (Wingarteiba im östlichen Odenwald), dem Elsenzgau und dem Breisgau.

Unter den Klöstern im Reich, die die Hauptlast des Königsdienstes zu tragen hatten (z. B. Abgaben an das Reich oder die Bereitstellung von Soldaten für das Reichsheer), taucht Lorsch schon 817 auf. Dies verdeutlicht auch die wirtschaftliche Bedeutung des Klosters für das Frankenreich.

Lorsch war Anhänger der Klosterreform von Gorze. Abt Adalung gelang es, den Besitz der Abtei noch zu mehren. Er unterhielt enge Beziehungen zu Karl dem Großen, der ihn 808 auch zum Abt von Saint-Vaast in Arras ernannte. Adalung unterzeichnete, neben anderen, das Testament Karls des Großen.

Auch für dessen Nachfolger Kaiser Ludwig der Fromme, war Adalung ein enger Berater. So reiste Adalung 823 nach Rom, um im Auftrag des Kaisers Untersuchungen gegen den Papst Paschalis I. zu leiten.

Auch während der Auseinandersetzungen zwischen dem Kaiser und seinen Söhnen ging die Abtei gestärkt heraus. Die Abtei wurde 832 durch Ludwig dem Deutschen besetzt, vermutlich um die Abtei daran zu hindern, für den Kaiser Partei zu ergreifen.

Adalung war 833 auf dem Lügenfeld bei Colmar anwesend und übergab im Auftrag von Ludwig dem Frommen Geschenke an den Papst Gregor IV., der auf betreiben von Lothar I. angereist war. Im Jahr 834 benötigte Ludwig der Deutsche die Rückendeckung der Abtei, gegen seinen Bruder Lothar I. und bedachte die Abtei mit einer Schenkung. In dieser Zeit hatte das Kloster 60 Mönche und Einhard schenkte der Abtei die cella Michelstadt.

Samuel wird 834, nach dem Tode von Adalung, Abt von Lorsch. Er führte die Abtei erfolgreich durch die Zeit der Auseinandersetzungen zwischen den Söhnen von Ludwig dem Frommem. Noch durch dessen Fürsprache wurde Samuel 841 Bischof von Worms, er blieb gleichzeitig Abt in Lorsch.

Nach dem Tode von Ludwig dem Frommen unterstützte er Lothar I., so wie dies auch der Fuldaer Abt Rabanus Maurus, der Mainzer Erzbischof Otgar und der Paderborner Bischof Badurat taten. Erst nach zustande kommen des Vertrages von Verdun (843), kam es wieder zu einer Verständigung zwischen den Kirchenfürsten und Ludwig dem Deutschen.

Dies äußert sich in einer Urkunde von Ludwig aus dem Jahre 847. In ihr erlaubt der König den durch die Reichsteilung zerrissenen Besitz der Abtei, durch Tausch wieder zu bündeln. Weiterhin wird 852 der Status als Reichsabtei bestätigt.

Das Kloster besaß eine der größten Bibliotheken des Mittelalters, die später in die Bibliotheca Palatina einverleibt wurde.

1232 wurde Lorsch dem Erzbistum Mainz zur Reform unterstellt; die Benediktiner, die sich der angeordneten Reform widersetzten, mussten die Abtei verlassen und wurden durch Zisterzienser ersetzt. Diese konnten sich in Lorsch jedoch nicht halten und wurden 1248 durch Prämonstratenser aus Allerheiligen ersetzt; seither hatte das Kloster den Status einer Propstei. 1461 verpfändete Kurmainz seine Besitzungen an der Bergstraße und damit ging Lorsch an die Kurpfalz, die 1556 die Reformation einführte und das Kloster aufhob. Als die Spanier 1621 von der Bergstraße abzogen, wurde Lorsch niedergebrannt.

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges gelangte die Abtei wieder an Kurmainz und wurde ausgeschlachtet. Lediglich die „Königshalle“ blieb unversehrt. Sie ist der älteste vollständig erhaltene Steinbau Deutschlands der nachrömischen Zeit und vermittelt heute einen Eindruck von der karolingischen Architektur.

Das Kloster Lorsch wurde 1991 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.


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